Kopierschutzhersteller will DRM-Einsatz bei Apple, Microsoft und Co. erzwingen

28. Juni 2007, 16:20
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Klage in Berufung auf den Digital Millenium Copyright Act soll Einsatz eigener Software erzwingen - "Analoge Lücke" soll geschlossen werden

Ein interessantes Geschäftsmodell hat ein kalifornischer Hersteller von Kompierschutztechnologien gefunden: Per Klage will Media Rights Technologies (MRT) diverse Hersteller von Digital Rights Management-Software zum Einsatz der eigenen Software zwingen.

Copyright

MRT beruft sich dabei auf den umstrittenen US-amerikanischen Digital Copyright Millenium Act (DMCA). Dieser verbietet die Umgehung von Kopierschutzmaßnahmen, genau dies würden Adobe, Apple, Microsoft und Real aber ermöglichen. Und zwar über die sogenannte "analoge Lücke": Auch geschützte Dateien ließen sich über einen analogen Ausgang abfangen lassen.

Schluss

Genau diese will MRT mit seiner eigenen - und von der IFPI und RIAA getesteten - Software X1 SeCure Recording Control von MRT geschlossen haben. Und da es eine effektive Lösung für dieses Problem gibt, würde schon der Nicht-Einsatz dieser einen Rechtsverstoß darstellen, so die Argumentation des Unternehmens.

Klage

Da man von der eigenen Position äußerst überzeugt ist, gibt man den Unternehmen nur eine kurze "Gnadenfrist". Innerhalb von 10 Tagen sollen diese eine Lösung finden, sonst wird eine Klage eingebracht.

Verzweiflung

Ob diese erfolgreich ist, ist freilich eine andere Fragen, RechtsexpertInnen sehen in dem Vorgehen eher eine PR-Kampagne denn eine ernsthafte Klage. Auch die betroffenen Unternehmen zeigen sich nicht sonderlich beeindruckt: So lässt sich etwa Real Networks mit der Aussage zitieren, dass es sich dabei offenbar um eine "verzweifelte Firma" handle. (red)

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