Prammer: "50.000 Kinderbetreuungsplätze fehlen"

2. Juli 2007, 16:20
16 Postings

SPÖ-Frauenvorsitzende fordert mehr Kinderbetreuungseinrichtungen - Gegen Bedarfserhebungen

Wien - Nationalratspräsidentin und SPÖ-Frauenvorsitzende Barbara Prammer hat anlässlich des SPÖ-"Rabenmuttertages" schnelles Handeln beim Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen gefordert. Weitere "Bedarfserhebungen" lehnt Prammer entschieden ab. Die Statistiken zeigen klar, dass 50.000 Plätze fehlen und weitere 50.000 "falsch angelegt" seien, so Prammer. Seit sieben Jahren begehen die SPÖ-Frauen den "Rabenmuttertag" mit dem Ziel, Müttern das schlechte Gewissen zu nehmen.

Kindergipfel am 29. Mai

Dieses sei nämlich vor allem ein gesellschaftliches Problem, erläuterte Prammer. Mit dem schlechten Gewissen würde lediglich versucht, von den "nichtvorhandenen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen" für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie abzulenken, ist die SPÖ-Frauensprecherin überzeugt. Hoffnung setzt Prammer in diesem Zusammenhang auf Frauenministerin Doris Bures, die auf dem bevorstehenden Kindergipfel am 29. Mai, die Einrichtung von zusätzlichen Kindergärtenplätzen mit Ministerkollegen diskutieren wird. Auch Bildungsministerin Claudia Schmied wird zur Verbesserung der Situation beitragen, meint Prammer. "Ganztagsschulen sind ein Gebot der Stunde", betonte die Nationalratspräsidentin.

Aktion am Stephansplatz

Die SPÖ-Frauen haben am Freitag am Stephansplatz mit einer Aktion auf die speziellen Probleme von berufstätigen Frauen aufmerksam gemacht. Passanten (es waren auch Männer zugelassen) wurden eingeladen, auf eine Zielscheibe in Form eines Raben zu schießen, der das "schlechte Gewissen" symbolisieren sollte. Neben der Nationalratspräsidentin waren unter anderen auch die SPÖ-Abgeordneten Christine Lapp, Bettina Stadlbauer und Laura Rudas gekommen. (APA)

Share if you care.