Die Wahrheit wird siegen!

22. Juni 2007, 15:03
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Wie "Österreich" exklusiv erfuhr, heißt es ab sofort: Solo für sexy Anna Netrebko - Die Sopranistin und ihr Lover lösten die Verlobung ...

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht - Dinge ändern sich in diesem Land. Wie ÖSTERREICH exklusiv erfuhr, heißt es ab sofort: Solo für sexy Anna Netrebko. Die schöne Sopranistin und ihr italienischer Lover Simone Alberghini lösten ihre Verlobung. So etwas kann weit reichende Folgen haben. In Berlin verdreht Star-Sopranistin Anna Netrebko als sexy "Manon" gerade ganz Deutschland den Kopf. Doch während sich Partner Rolando Villazon im Bühnen-Bett bis zwischen ihre Beine trällert, geht die Operndiva privat alleine schlafen.

Das klingt tragischer als es ist. "Auch wenn er fabelhaft aussieht, ist Simone eigentlich nicht mein Typ!", verrät sexy Anna Netrebko sexy "Österreich", eine Erkenntnis, die nach einer sieben Jahre währenden Beziehung keinen Tag zu früh kommt, und die "Österreich" nicht hindert, ein paar Zeilen weiter hinten zu seufzen: Der Erfolg hat seinen bitteren Preis gefordert: ihre Liebe. Aber wenn man dafür mithilfe eines Partners, der sich bis zwischen ihre Beine trällert, ganz Deutschland den Kopf verdrehen kann, entschädigt das für so manches.

Um die Leser schonend auf diesen Schock vorzubereiten, musste "Österreich" einen Tag zuvor eine andere Veränderung melden, die ÖSTERREICH bereits Ende des Vorjahres berichtete, aber nun offiziell: Sonja Klima ist nicht mehr solo. So gleicht sich alles aus, wenn man von der Verdrehung des ganzdeutschen Kopfes absieht.

Fast alles. Nur in der Regierung und bei Karl-Heinz Grasser geht\s nicht so recht weiter, wie "News" ein offenes Geheimnis top-secret enthüllte. Troubles: Kein Vorstandsjob für KHG. In knapp drei Wochen will Karl-Heinz Grasser bekannt geben, wo er denn hauptberuflich arbeiten wird. Wenn der Termin noch ein paar Mal verschoben wird, kann er gleich die Väter-Karenz in Anspruch nehmen, vorausgesetzt, das vom Boulevard genährte Baby-Gerücht funktioniert seriöser als sein privates Arbeitsmarktservice. Grasser-Vertraute erzählen nun, dass der Schützling von Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel nicht verstanden habe, warum er "nicht sofort einen Vorstandsposten angeboten bekommen" hatte.

Dabei muss man nicht einmal Profi sein, um das zu verstehen. Aus Deutschland berichten nun Profis, dass Grasser "im Unterschied zu Klima eben nicht auf Managementerfahrung" verweisen könne. Klima - Viktor, nicht Sonja - sei jahrelang OMV-Manager gewesen. Grasser hingegen schon mit 23 Jahren Sekretär von Jörg Haider. In Österreich pfeifen das seit Jahren die Spatzen vom Dach.

Was Spatzen schon viel länger vom Dach der Republik pfeifen, wurde vom Handelsgericht Wien in die Form eines Urteils gegossen, das die "Kronen Zeitung" am Sonntag veröffentlichen musste. Sie wird darin als schuldig erkannt, ab sofort die unwahre Behauptung, sie nehme vom Staat keine Presseförderung, oder gleichsinnige Behauptungen zu unterlassen, insbesondere die Verbreitung der unwahren Behauptung von Herrn Hans Dichand, dass die Kronen Zeitung ihre Unabhängigkeit mit niemandem teile und so auch keine Presseförderung vom Staat nehme, und/oder der unwahren Behauptung von Herrn Hans-Peter Martin, dass die Kronen Zeitung sich von der - eng mit den Parteienprivilegien verbundenen - Presseförderung fern halte und sich auch damit ihre Unabhängigkeit bewahre.

Mit seiner unwahren Behauptung, dass die Kronen Zeitung ihre Unabhängigkeit mit niemandem teile und so auch keine Presseförderung vom Staat nehme, hat Herr Hans Dichand, alias Cato, wiederholt für Heiterkeit gesorgt. Für den Fall, dass der Staat, dem diesbezüglich einiges zuzutrauen ist, der "Kronen Zeitung" die Presseförderung hinter dem Rücken des Herrn Hans Dichand zugesteckt hat, einfach aus Sorge um die Meinungsvielfalt in diesem Land, muss man besagtem Herrn guten Glauben zubilligen. Andernfalls hat er schlicht und einfach gelogen, eine Vermutung, mit der die Familie seiner Leser nur widerstrebend konfrontiert werden sollte. Das von der "Ganzen Woche" erfochtene Urteil erging am 21. Juni 2006 - und sollte binnen drei Monaten veröffentlicht werden.

In derselben Ausgabe durfte Hans-Peter Martin, der mit seiner unwahren Behauptung, dass die Kronen Zeitung sich von der Presseförderung fern halte und sich auch damit ihre Unabhängigkeit bewahre, als deren Schildknappe und Anti-EU-Kolumnist brave Dienste leistet, vor dem EU-Schandurteil warnen, das ihn demnächst treffen könnte. Dabei geht es auch um Geld. Obwohl er seine Unschuld beteuert wie Dichand seine Unabhängigkeit, sieht er dem Schauprozess, der gegen ihn abläuft, bang entgegen: EU-Privilegierte wollen mich hängen sehen.

Die Wahrheit hat in Brüssel Ausgangssperre. Dürfte sie sich frei bewegen, müsste dies hier nicht geschrieben werden, schrieb er. Dann wäre nämlich längst offiziell geklärt, dass alle Vorwürfe gegen mich in sich zusammengebrochen sind. Doch die Wahrheit wird versteckt, weggesperrt. Man kann ihm nur empfehlen: nicht verzagen! Wie ihm Falle des Herrn Dichand wird auch in seinem Fall die Wahrheit triumphieren. Die Krone steht hinter ihm.

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