Doch Pension für Sickl: Spende an junge KünstlerInnen

31. Juli 2000, 19:54

Geldspritze steht kulturellen Zwecken zur Verfügung

Wien - "Ich habe keine Witwenpension", hatte Sozialministerin Elisabeth Sickl in einem Gespräch mit dem STANDARD unmissverständlich festgestellt. Am Montag, nachdem ein Bericht des STANDARD erschienen war, wonach Sickl offensichtlich doch neben ihrem Ministergehalt von 1,8 Millionen Schilling eine Pension bezieht, war alles anders: Sickl habe zwar eine entsprechende Pension, beziehe sie aber nicht zu ihrer persönlichen Verfügung, teilte das Sozialministerium in einer Aussendung mit.

Die seit ihrer Betrauung mit dem Sozialressort im Februar 2000 anfallenden Beträge von 3793 Schilling monatlich würden von ihr nicht konsumiert, "sondern stehen ausschließlich kulturellen Zwecken zur Verfügung". Vor Monaten habe Sickl ihren Steuerberater damit beauftragt, ein Bankkonto zur Überweisung dieser Beträge zu eröffnen, so die Ministerin. Das Konto werde von einem Rechtsanwalt treuhänderisch verwaltet. Dieser dürfe die Mittel nach Anhörung eines Beirates, der aus jungen Künstlern bestehe, ausschließlich für die Unterstützung kultureller Zwecke zur Verfügung stellen.

Das hieße aber auch, dass Sickl ihre Witwenpension im vergangenen Jahr und bis zum Februar zusätzlich zu ihrem Einkommen als Kärntner Landtagspräsidentin in der Höhe von 1,6 Millionen Schilling brutto im Jahr bezog.

Zusätzlich soll Sickl auch eine Pension aus dem Versorgungsfonds der Tierärtzekammer erhalten. (red)

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