Wärmepumpen voll im Trend

6. September 2007, 16:28
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Obwohl die Anlagen rund 5000 Euro über dem Anschaffungspreis von konventionellen Heizsystemen liegen, amortisieren sich Wärmepumpen nach acht bis zehn Jahren

Die Entwicklung des Wärmepumpenmarktes verzeichnet einen deutlichen Zuwachs. Im Vorjahr waren in Österreich mehr als 180.000 Pumpen-Anlagen in Betrieb, berichtete der Bundesverband Wärmepumpe Austria.

Während im Jahr 2000 nach eigenen Angaben rund 4.800 neue Pumpen installiert worden sind, seien es 2006 bereits über 13.600 gewesen. Der Großteil davon waren Heizungswärmepumpen (64,9 Prozent). Nach wie vor sei das Haupteinsatzgebiet Einfamilienhäuser. Aber auch Hotels, Gewerbebetriebe oder Bauträger im mehrgeschossigen Wohnbau würden die Wärmepumpe immer mehr für sich entdecken.

Thor Hackl, Prokurist und Produktmanager Heizung bei SHT, Großhändler im Bereich Sanitär-, Heizungs- und Installationstechnik: "Wenn man sich die Entwicklung seit dem Ölschock Anfang der 70er Jahre des vergangenen Jahrtausends ansieht, ist der Ölpreis doch ziemlich lange relativ stabil geblieben. Das hat sich in den letzten Jahren gravierend verändert. Dementsprechend groß war die Herausforderung für die Händler, sich der Thematik 'Alternativenergien' zu stellen." Neben Solar- und Windenergie waren Pellets fortan ein Thema. Nicht zuletzt wegen der Kosten: Mitte 2004 kostete eine Tonne Pellets rund 165 Euro. Hackl: "Innerhalb weniger Monate stieg der Preis auf 250 Euro, was den von Heizöl bei weitem übertraf. Heute hat sich der Preis bei etwa 180 Euro eingependelt." Somit stand dem Siegeszug von Pelletsheizkessel und Wärmepumpen nichts mehr im Weg.

Steigerung der Leistungsfähigkeit

Durch eine verbesserte Systemtechnik wurde - laut Bundesverband Wärmepumpe Austria - die Leistungsfähigkeit in den letzten Jahren maßgeblich gesteigert. Bei Einhaltung der für einen effizienten Betrieb erforderlichen Rahmenbedingungen erfüllen Heizungswärmepumpen die Kriterien eines nachhaltigen Heizungssystems. Besonders im Bereich Kohlendioxid kann ein starker Rückgang erreicht werden: 2006 konnten in Österreich mit erneuerbarer Energie aus der Wärmepumpe 248.879 Tonnen Heizöl-Äquivalent eingespart werden. Das entspricht einer Kolonne von 8.296 Tankwagen mit jeweils 30.000 Liter Fassungsvermögen, die 664 Kilometer lang ist, rechnete der Bundesverband vor.

Mit der Eigenmarke SaniMeister bietet SHT hocheffektive und wirtschaftliche Geräte an: Etwa 75 bis 80 Prozent der benötigten Heizenergie liefert die Umwelt kostenlos.

Die SHT Haustechnik AG ist seit 2005 in der Frauenthal Gruppe eingebettet und erreichte im Jahr 2006 mit 650 Mitarbeitern in Österreich einen Jahresumsatz von 199 Millionen Euro und somit ein Wachstum von rund 3,6 Prozent. Die Gruppe sieht ihre Stärke am Markt in ihrer Serviceorientiertheit gegenüber den Kunden. Neben der Zentrale und einer Verkaufsniederlassung in Wien (Josef Kucharik) gibt es Standorte in Niederösterreich (VS Sanitär), Oberösterreich (Ehrentletzberger), Salzburg (Istler), Steiermark (MM Greinitz) und Kärnten (EMG Haustechnik), die insgesamt fast 3.500 Installateure als Kunden beliefern. Eine der Kernkompetenzen der SHT-Gruppe ist der technische Support für österreichische Installateure bei der Planung von Projekten. Weiters vertreibt das Unternehmen die führenden Sanitär-und Heizungstechnikmarken - davon exklusiv Stelrad und Allibert - sowie die Eigenmarken Prisma und Sani Meister.

In den zehn hochwertigen Bäderschauräumen - den Bäderparadiesen - erhalten Endkunden einen Überblick über die wichtigsten Produkte namhafter Hersteller im Bereich Badezimmerausstattung und können sich dort fachlich beraten lassen. (red)

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