Paszek und Bammer erfolgreich

4. Juli 2007, 13:09
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Siege über Stosur und Molik - Österreich führt nach einem idealen Auftakt in Dornbirn gegen Australien mit 2:0

Dornbirn - Österreichs Tennis-Damen stehen im Fed-Cup-Länderkampf gegen Australien vor dem Sieg. Tamira Paszek gab gegen die australische Nummer 1, Samantha Stosur, beim 6:1,6:1 nur zwei Games ab, im Anschluss rang auch Sybille Bammer die stark spielende Alicia Molik nieder. Bammer hatte weit mehr Mühe, siegte aber nach 100 Minuten ebenfalls ohne Satzverlust mit 7:5,6:4. Österreichs Nummer 1 konnte am Sonntag (11:00 Uhr) schon vorzeitig den Sieg fixieren.

"Ich war ziemlich angespannt am Anfang. Im Unterbewusstsein hat es schon gearbeitet, dass ich vorher noch nie ein Match gewonnen habe", sagte Bammer. Die Ottensheimerin geriet gleich zu Beginn dementsprechend rasch mit 0:3 bzw. 3:5 in Rückstand. "Dann habe ich mich auf meine Rituale konzentriert, bin lockerer geworden und habe auch die Bälle reiner getroffen." Und auch der Aufschlag wurde mit zunehmender Spieldauer besser.

So gelang der Lauf von 3:5 auf 7:5. Im zweiten Satz hatte Bammer noch einen kleinen "Durchhänger" als sie Molik bei 5:2-Führung noch auf 4:5 herankommen ließ.

Auch wenn Kapitän Alfred Tesar vom 2:0-Zwischenstand nicht überrascht war, warnte er doch vor übertriebenem Optimismus. "1999 war es umgekehrt. Da haben die Australierinnen gegen uns 2:0 geführt und wir haben noch 3:2 gewonnen", sagte Tesar, der durchaus mit einem Wechsel im Team der Gäste rechnete. "Stosur war im zweiten Satz gegen Tamira mit dem Kopf nicht mehr in der Partie."

Zuvor hatte Tamira Paszek eine tolle Premiere vor "ihrem" Publikum in ihrem Geburts- und Wohnort geschafft. "Ich habe mich schon beim Einschlagen total wohl gefühlt. Ich bin total happy, vor allem auch, weil ich kein Aufschlag-Game abgegeben habe", freute sich Paszek.

Sie sei zwar schon nervös gewesen, aber nicht mehr als sonst. "Sie ist die Nummer 28 der Welt und war sicher die Favoritin", sagte Paszek. Stosur konnte dann aber der Vorarlbergerin in keiner Weise gefährlich werden. Die Australierin, die auch Nummer 2 der Doppel-Weltrangliste ist, war nur ganz selten, und das nicht erfolgreich, am Netz zu sehen. "Das hat mich schon überrascht. Und es war wie Alfred Tesar schon gesagt hat: Wenn wir in eine Rallye kommen, dann haben wir Vorteile", bezog sich Paszek auf längere Ballwechsel.

Am Sonntag trifft Paszek im vierten Einzel auf Alicia Molik. "Der Aufschlag ist sicher eine große Waffe von ihr", weiß Paszek, die eine 2:0-Siegbilanz gegen die frühere Weltranglisten-8. aufzuweisen hat. Darunter auch ein 6:3,6:4-Erfolg vor einigen Wochen in Miami. Besonders gefreut hat sich Paszek auch darüber, dass ihr nach 10 Trainingstagen zur Sand-Saisonvorbereitung in Brasilien sowie der Trainingswoche in Dornbirn ein guter Einstieg in die Aschen-Saison gelungen ist. "Das gibt mir sehr viel Motivation und Selbstvertrauen", sagte die 16-Jährige.

Besonders gelobt von allen Beteiligten wurde auch die tolle Stimmung in der Messehalle. "Das war zum ersten Mal ein richtiger Heimvorteil. Das habe ich als Fed-Cup-Kapitän noch nicht erlebt", meinte Tesar. Auch Bammer lobte die Fans. "Es war super zum Spielen. Wenn es einmal ein bisserl schlechter ging, war das Publikum sofort da." (APA)

  • Österreich - Australien 2:0
    Tamira Paszek - Samantha Stosur 6:1,6:1
    Sybille Bammer - Alicia Molik 7:5, 6:4
    • Bild nicht mehr verfügbar

      Tamira Paszek ließ der australischen Nummer eins nicht den Funken einer Chance.

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