EU-Abgeordnete wollen Roaming-Preise deutlich senken

27. April 2007, 13:45
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Abgehende Gespräche sollen nicht mehr kosten als 40 Cent pro Minute, ankommende nicht mehr als 15 Cent

Das EU-Parlament hat sich am Donnerstag für deutlich günstigere Roamingkosten bei Handy-Gesprächen im Ausland ausgesprochen. Der Industrieausschuss verlangt, dass ein aktiver Anruf aus dem Ausland künftig maximal 40 Cent (ohne Mehrwertsteuer) pro Minute kosten darf und ein angenommenes Gespräch höchstens 15 Cent.

Automatisch für alle Kunden

Die niedrigeren Tarife sollen automatisch für alle Kunden gelten, außer sie entscheiden sich dagegen. Nun muss noch Einigung mit den Telekom-Ministern erzielt werden, die sich kürzlich auf 50 Cent für abgehende und 25 Cent für ankommende Gespräche verständigt hatten.

Starkes Signal

Der Berichterstatter, der ÖVP-Europaabgeordnete Paul Rübig sprach nach dem Votum von einem "starken Signal" des EU-Parlaments für die Konsumenten und die Telekomindustrie und einer guten Verhandlungsbasis mit dem Rat. Die Obergrenzen lägen "deutlich unter den Vorstellungen der EU-Kommission und der Minister. Er gab sich nach wie vor optimistisch, dass bis zur geplanten Abstimmung im Plenum am 10. Mai "eine gute akzeptable Lösung" erzielbar sei. Damit wäre es möglich das Versprechen, die günstigeren Roamingtarife noch in dieser Urlaubssaison umzusetzen, eine genaue Zeitangabe sei aber nicht möglich.

Infos

Nach den Vorstellungen des Parlaments sollen die im Schnitt um 70 Prozent niedrigeren Tarife für Auslandsgespräche ein Monat nach Veröffentlichung des Beschlusses in Kraft treten, die neuen Obergrenzen für Großhandelstarife von rund 23 Cent sofort. Die Mobilfunkkunden müssten zudem per SMS über die Auslandstarife für Gespräche aber auch Datentransfer und SMS informiert werden, wenn sie ein Land verlassen.(APA)

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