Wer in Deutschland am meisten raucht

27. Juli 2000, 10:21

Umfrage: Männer mehr als Frauen

Wiesbaden - BerufskraftfahrerInnen und BauarbeiterInnen greifen am häufigsten zum Glimmstängel. ÄrztInnen, ApothekerInnen und LehrerInnen gehören dagegen zu den Berufsgruppen, die dem Tabakqualm am wenigsten abgewinnen können. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte, kommen Bus-, Taxi- und FernfahrerInnen in Deutschland auf einen RaucherInnenanteil von 52 Prozent.

Dies ergab eine jetzt vorgestellte repräsentative Bevölkerungsumfrage vom April 1999. Ebenso hoch wie bei den BerufskraftfahrerInnen war die Quote der RaucherInnen bei den BauarbeiterInnen. Für die Gruppe der ÄrztInnen und ApothekerInnen sowie für die LehrerInnen wurden jeweils 18 Prozent ermittelt.

Im Norden häufiger

Bei der so genannten Mikrozensus-Zusatzbefragung, bei der alle vier Jahre 0,5 Prozent der Bevölkerung zu ihren Lebensgewohnheiten befragt werden, ergab sich außerdem, dass in den nördlichen Bundesländern häufiger geraucht wird als im Süden. Am höchsten sind die RaucherInnenanteile mit Werten zwischen 36 und 33 Prozent in den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg. Es folgten Schleswig- Holstein und Mecklenburg-Vorpommern mit jeweils 32 Prozent. Am wenigsten wird in Sachsen (25 Prozent) sowie in Bayern und Baden-Württemberg (jeweils 26 Prozent) geraucht.

Männer häufiger

Insgesamt bezeichneten sich bei der Umfrage 28 Prozent der erwachsenen und jugendlichen BundesbürgerInnen (ab 15 Jahren) als RaucherInnen. Der Anteil hat sich im Vergleich zur vorhergehenden Umfrage 1995 nicht verändert. Die Untersuchung belegt, dass Männer mit einem Anteil von 35 Prozent weitaus häufiger zur Zigarette greifen als Frauen, die auf einen Anteil von 22 Prozent kommen.

Späteres Einstiegsalter bei Frauen

Auch beginnen die Männer schon im Durchschnitt mit 19 Jahren mit dem Rauchen, während das Einstiegsalter der Frauen bei 20 Jahren liegt. In den Altersklassen der über 40-Jährigen nimmt der Anteil der RaucherInnen wieder stufenweise ab, nachdem die Quote bei den 35- bis 40-Jährigen mit 41 Prozent den höchsten Wert erreicht hat.

Geschiedene zählen mit 44 Prozent weitaus häufiger zu den RaucherInnen als Verheiratete, bei denen die Quote 26 Prozent beträgt. Auch Arbeitslose brauchen mehr blauen Dunst als Erwerbstätige. Hier beträgt das Verhältnis 47 zu 36 Prozent. (APA/dpa)

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