Austro-Lösung

29. März 2007, 18:17
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Die "österreichische Lösung" im Fall Böhler scheint zustande zu kommen - Britische Heuschrecken, weiterfliegen

Also gut, die "österreichische Lösung" scheint im Fall Böhler doch zustande zu kommen. Die Voest (vorm. verstaatlicht) hat eine Grundsatzvereinbarung für 21 Prozent von Böhler-Uddeholm (vorm. verstaatlichte VEW) und will mehr als 50 Prozent haben. Britische Heuschrecken, weiterfliegen! Aufregende Zeiten für Böhler-Chef Claus Raidl. Die Zeitleiste: Zuerst eröffnet ihm die österreichische Aktionärsgruppe um einen Badener Rechtsanwalt, dass sie an die britische CVC verkaufen will. Aber nur, wenn der Böhler-Vorstand einverstanden ist. Raidl signalisiert im ORF Zustimmung, wenngleich nicht euphorisch. Dann geht die Debatte über "Ausverkauf" an "Heuschrecken" los. Hannes Androsch wird flächendeckend interviewt (als Experte). Plötzlich verkündet der Böhler-Vorstand, er sei gegen den Verkauf an CVC. Und am nächsten Tag erklärt die Voest ihr Interesse und gibt die Tatsache einer Grundsatzvereinbarung mit der Rechtsanwaltsgruppe bekannt. Vaterland gerettet (vorläufig). Hat da wer aus der Politik im Hintergrund dem durchaus nicht ÖVP-fernen Claus Raidl bedeutet, er möge seine Zustimmung noch einmal überdenken? (Hans Rauscher/DER STANDARD-Printausgabe, 30.03.2007)
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