Fayed für "dauerhafte" Finanzplanung in Palästina

19. März 2007, 09:45
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Palästinensischer Finanzminister: Neue Einheitsregierung braucht internationale Unterstützung

Gaza/London - Die neue palästinensische Regierung wird nach Angaben von Finanzminister Salam Fayed ihre Finanzplanung "dauerhafter" anlegen, damit sie nicht mehr soviel Hilfe von außen benötige. Der britischen Tageszeitung "The Times" vom Montag sagte der Wirtschaftsexperte: "Wir werden noch lange finanzielle Unterstützung für die Entwicklung brauchen".

Der pro-westliche ehemalige Weltbank-Mitarbeiter, der auch als Vertreter des Internationalen Währungsfonds bei der palästinensischen Selbstverwaltung fungierte, war schon von 2002 bis 2005 Finanzminister in von der Fatah geführten Regierungen. Damals erntete der in den USA ausgebildete Fayed für seine umfassenden Reformen des Finanzsystems internationale Anerkennung und bemühte sich um Korruptionsbekämpfung.

EU-Finanzhilfe

Zusammen mit Ex-Bildungsministerin Hanan Ashrawi gründete Fayed vor den allgemeinen Wahlen vom Jänner 2006 die Kleinpartei "Dritter Weg" und errang einen Abgeordnetensitz im palästinensischen Legislativrat. Die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union erklärte am Sonntag, die vollständige Wiederaufnahme der seit dem Hamas-Wahlsieg eingefrorenen EU-Hilfen an die Palästinenser setze voraus, dass die neue Führung aus Hamas und Fatah "eine Plattform" verabschiede, die die Grundsätze des Nahost-Quartetts und damit die explizite Anerkennung Israels zum Inhalt habe. Fayed warnte, die neue Regierung werde ohne finanzielle Unterstützung der internationalen Gemeinschaft nicht lange lebensfähig sein. (APA)

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