Kaspersky kritisiert Sicherheit in Windows Vista

24. April 2007, 15:32
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Anbieter von Sicherheitsprogrammen haben in vielen Fällen keinen direkten Zugang zum Betriebssystem mehr

Der russische Sicherheitssoftware-Anbieter Kaspersky hat die Sicherheit des neuen Microsoft-Betriebssystem Windows Vista kritisiert. Ein großes Problem sei, dass Anbieter von Sicherheitsprogrammen in vielen Fällen keinen direkten Zugang mehr zum Betriebssystem hätten, sagte Firmenchefin Natalja Kaspersky am Donnerstag auf der Computermesse CeBIT in Hannover. Sie erhofft sich Verbesserungen vom ersten Service Pack für Vista.

Die Lage

Chefentwickler Eugene Kaspersky meinte, dass in einem Jahr die Lage wieder genauso sein werde, wie mit dem Vista-Vorgänger Windows XP. Computer-Kriminelle würden Wege finden, von Microsoft gesetzte Schranken zu umgehen und die Anbieter von Sicherheits-Software würden wieder einen direkteren Zugang bekommen. Derzeit seien die Virenschreiber gewissermaßen im Vorteil: "Schadprogramme müssen nicht von Microsoft zertifiziert werden, unsere Software schon."

Sicherheit als Argument

Microsoft hatte das Ende Jänner eingeführte Vista als das bisher sicherste Windows beworben. Die Sicherheitssoftware-Branche hatte jedoch monatelang kritisiert, dass das neue Windows ihre Möglichkeiten eingeschränke, Schutzprogramme einzubinden. Nach Beschwerden bei der EU-Kommission in Brüssel kündigte Microsoft eine weitere Öffnung für die Sicherheits-Branche an. Bei Tests sei festgestellt worden, dass zahlreiche Schadprogramme unter Vista ausgeführt würden, betonte Natalja Kaspersky. (APA)

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