Microsoft stellt Longhorn-Server zur Cebit vor

15. März 2007, 13:34
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Microsoft mit deutschem Vista-Absatz zufrieden

Der US-Softwareriese Microsoft zeigt sich einen Monat nach der Vorlage seines neuen Betriebssystems Windows Vista für Privatkunden angetan von der Nachfrage in Deutschland. "Wir, unsere Partner und auch der Handel sind sehr zufrieden mit dem erfolgreichen Start", sagte der neue Deutschland-Chef Achim Berg im Reuters-Interview. "Die Resonanz unserer Kunden - und da ist kein Unterschied, ob es Business-Kunden sind oder Privatnutzern - ist sehr gut." Microsoft bietet das neue Betriebssystem seit Ende November für Unternehmen und seit Ende Januar für Privatleute an.

"Vor allem der Anteil von Vista Home Premium liegt deutlich über unseren Erwartungen"

Überraschenderweise fragten Privatkunden die zweitteuerste Vista-Variante stark nach: "Vor allem der Anteil von Vista Home Premium liegt deutlich über unseren Erwartungen", sagte Berg, der vor seiner Zeit bei Microsoft im Management der Deutschen Telekom saß. Im Geschäftskunden-Bereich hätten Kunden wie das Justizministerium Niedersachsen, der Halbleiterkonzern Infineon, der TÜV Nord und der Hardwarehändler Computacenter schon entschieden umzusteigen.

"Im Businessbereich war der Dezember 2006 der verkaufstärkste Monat für Office in der Unternehmensgeschichte"

Das Software-Paket Office 2007 verkaufe sich noch besser: "Das übertrifft selbst unsere hohen Erwartungen in Deutschland", sagte Berg. Die neue Variante des Bürosoftware-Pakets habe hier zu Lande mehr Erfolg als alle Vorgänger. "Im Businessbereich war der Dezember 2006 der verkaufstärkste Monat für Office in der Unternehmensgeschichte", sagte Berg. "Im Consumer-Bereich lag im Einzelhandel die Zahl der verkauften Office-Pakete mehr als drei Mal so hoch wie bei der Markteinführung von Office 2003."

Berg rechnet damit, dass viele Kunden sich Office und Vista auch für den heimischen Computer zulegen werden, sobald sie im Büro damit arbeiten. Sowohl bei Programmen als auch bei Geräten sei ein Trend festzustellen, dass Anwender die neuesten Versionen zu Hause nutzen wollten, wenn sie sie bei der Arbeit kennen gelernt haben als auch umgekehrt.

Longhorn

Auf der am Donnerstag beginnenden Branchenmesse CeBIT will Microsoft seine Server-Software Longhorn erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorstellen. "Das Ziel ist ganz klar, uns da auch noch ein Stück weit des Marktes zu holen", sagte Berg. Während Microsoft den Markt für Betriebssysteme und große Teile des Bürosoftwaremarkts beherrscht, haben die Amerikaner im Bereich der Großrechner (Server) mit Konkurrenz von Linux und anderen Anbietern zu kämpfen. Die Longhorn-Offensive will Berg als Kampfansage an die Wettbewerber verstanden wissen.(APA/dpa)

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