Umstrittene Betriebsratswahlen bei KiK

13. März 2007, 09:56
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Alternative Liste nicht zugelassen - Lediglich fünf Wahllokale - Proteste in Österreich und Deutschland angekündigt

Wien- Nach langem Ringen startet beim Textil-Diskonter KiK am Dienstag eine zweitägige Betriebsratswahl. Zur Wahl steht allerdings ausschließlich der Assistent der österreichischen Geschäftsführung. Eine alternative Liste des Filialleiters Andreas Fillei ist vom Management- dominierten Wahlvorstand auf Grund eines Formfehlers abgelehnt worden.

Für die auf zig Filialen in ganz Österreich verteilten 1.200 Mitarbeiter gibt es außerdem nur fünf Wahllokale. Der Chef der Gewerkschaft Privatangestellter (GPA), Wolfgang Katzian, bezeichnete die Betriebsratswahl als "Farce" und kündigte ausgedehnte Protestmaßnahmen in Österreich und Deutschland an.

Schon vor drei Wochen hatten etwa 300 Mitarbeiter und Gewerkschafter vor der KiK-Zentrale in Wien demonstriert. Die Arbeitnehmervertretung wirft dem Unternehmen vor, Vor- und Abschlussarbeiten von mindestens einer Stunde am Tag trotz Niedrigstgehältern nicht auszuzahlen und Arbeitsschichten extrem kurzfristig zu verschieben. (APA)

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