Chemie-Industrie startet KV-Verhandlungen

16. März 2007, 12:41
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Gewerkschaft erwartet "deutliche Erhöhung der Löhne und Gehälter"

Wien - Eine "deutliche Erhöhung der Löhne und Gehälter" will die Gewerkschaft bei den kürzlich gestarteten Kollektivvertragsverhandlungen für rund 40.000 Beschäftigten in der heimischen Chemieindustrie durchsetzen.

In der ersten Verhandlungsrunde am vergangenen Freitag wurde den Arbeitgebern das Forderungspaket übergeben. Verhandlungsführer auf Arbeitnehmerseite sind Alfred Artmäuer von der Chemiearbeitergewerkschaft und Roman Krenn von der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP). Für die Arbeitgeber verhandelt Lenzing-Vorstand Peter Untersperger.

In der ersten Verhandlungsrunde sei es trotz guter Gesprächsbasis zu keinen nachhaltigen Annäherungen beim Rahmenrecht und im Entgeltbereich gekommen, hieß es dazu von Gewerkschaftsseite. Bis zum nächsten Verhandlungstermin am 15. März erwartet sich die Gewerkschaft, dass die KV-Verhandlungen konkrete Ergebnisse bringen, die am 16. März den Beschäftigten in den Betrieben mitgeteilt werden können. Für den 16. März sollen Informationsveranstaltungen in den Betrieben vorbereitet werden.

Fünf Runden im Vorjahr

Im Vorjahr hatten sich die Sozialpartner nach fünf Verhandlungsrunden auf eine Erhöhung der Mindestlöhne um 2,8 Prozent und der Ist-Löhne um 2,6 Prozent geeinigt.

Im Vergleich dazu einigten sich die Sozialpartner kürzlich in Deutschland für rund 550.000 Beschäftigte in der Chemieindustrie auf eine Erhöhung der Löhne um 3,6 Prozent für 13 Monate. Außerdem erhalten die Beschäftigten eine einmalige Pauschale von 70 Euro und eine weitere Einmalzahlung von 13 mal 0,7 Prozent eines Monatslohns. Letztere kann bei schlechter Wirtschaftslage eines Unternehmens aber wegfallen. (APA)

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