US-Präsident Bush in Guatemala

12. März 2007, 19:00
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Vierte Station seiner Lateinamerikareise - Mayas protestieren - Teilweise gewalttätigen Protesten am Sonntag in Kolumbien

Begleitet von Protesten zahlreicher Maya- Indios hat US-Präsident George W. Bush am Montag seinen Besuch in Guatemala begonnen. Es ist nach Brasilien, Uruguay und Kolumbien die vierte Station seiner Lateinamerikareise. Viele Mayas protestierten dagegen, dass der US-Präsident die heilige Stätte Iximché besichtigen wollte. Sie kündigten an, den Ort ihren spirituellen Traditionen entsprechend zu "reinigen", um sie vor dem "aggressiven Geist" Bushs zu schützen.

Bush wollte am Montag die Stadt Tecpán rund 80 Kilometer östlich von Guatemala-Stadt besichtigen und dort außer Iximché eine Schule, eine Bibliothek und landwirtschaftliche Kooperative besuchen. Danach waren Gespräche mit dem Präsidenten Guatemalas, Óscar Berger, vorgesehen.

Protesten gehen weiter

In Kolumbien war es während des Bush-Besuchs am Sonntag zu teilweise gewalttätigen Protesten gekommen. In Bogotá wurden nach offiziellen Angaben zwölf Menschen verletzt und über 120 festgenommen. Bush sicherte Präsident Álvaro Uribe vor allem weitere Hilfe beim Kampf gegen den Drogenanbau zu. Die USA haben innerhalb von acht Jahren dafür mehr als vier Milliarden Dollar investiert. Aus Kolumbien stammt weltweit das meiste Kokain, das vor allem in die USA verkauft wird.

Venezuelas Präsident Hugo Chávez, der derzeit auf einer Reise durch die mit ihm verbündeten Staaten ist, hielt sich am Montag in Nicaragua auf. Er versprach der sandinistischen Regierung von Daniel Ortega, in Nicaragua eine Ölraffinerie zu errichten. Wie schon zuvor in Bolivien und Argentinien bemühte er sich, die Stimmung gegen die USA zu schüren und forderte Bush auf, "nach Hause zu gehen". Am Dienstag, wenn Bush zum Abschluss der Reise in Mexiko ist, wird der Venezolaner in Haiti, dem ärmsten Land Amerikas, erwartet. (APA/AP)

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