Weniger Alkohol und Zigaretten

26. Juli 2007, 12:44
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Umfrage: Österreicher sind gesundheits­bewusst, Frauen achten eher auf die Ernährung, Männer betreiben dafür mehr Sport

Wien - Die Österreicher wollen gesund bleiben. Sie verzichten auf Alkohol und Zigaretten und sie schauen auf ein ausreichendes Schlafpensum sowie eine ausgewogene Ernährung. Besonders die Frauen versuchen, möglichst fit zu bleiben. Das ergab eine Internetumfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com bei 4.000 Menschen in Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Gesundheit genießt hohen Stellenwert

Zwei Drittel der Befragten beschrieben sich als eher beziehungsweise sehr gesundheitsbewusst. Lediglich acht Prozent schenkten diesem Thema wenig oder gar keine Aufmerksamkeit. Als größter Kontrahent der Gesundheit wird der Genuss von Alkohol angesehen. 63 Prozent wollen deshalb den Konsum reduzieren.

Frauen verzichten eher auf Alkohol und Zigaretten

Auf den weiteren Plätzen folgen der Verzicht auf Zigaretten (57,4 Prozent), ein ausreichendes Schlafpensum (55,4 Prozent) sowie eine gesunde und ausgewogene Ernährung (50,5 Prozent). Regelmäßige Arztbesuche (33,4 Prozent) und die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln und Vitaminen (31,2 Prozent) bilden das Schlusslicht des Maßnahmenkatalogs.

Männer sind sportlicher

Frauen sind tendenziell bewusster im Umgang mit ihrer Gesundheit als Männer (71,2 Prozent) und schätzen sich selbst zu 78 Prozent als gesundheitsbewusst ein. Frauen sind eher bereit auf Alkohol zu verzichten (69 Prozent), bei den Männern sind es nur 53,4 Prozent. Dafür raffen sich 44,4 Prozent der Männer von der gemütlichen Couch auf und betreiben regelmäßig Sport, Frauen tun dies nur zu rund 33 Prozent.

Häufiger Arztwechsel

Über Gesundheit und Krankheiten informieren sich die meisten (70 Prozent) bei ihren Freunden, Bekannten oder Kollegen. 40 Prozent befragen das Internet zu Recherchezwecken. Rund 50 Prozent der Patienten haben innerhalb der vergangenen zwei Jahren ihren Arzt gewechselt. Im Ländervergleich wurde in der Schweiz (35,6 Prozent) deutlich seltener ein "Tapetenwechsel" dieser Art durchgeführt als in den Nachbarstaaten Österreich (53 Prozent) und Deutschland (50,4 Prozent).

"Unbeliebte" Zahnärzte

Insgesamt lösen besonders Zahnärzte (43,8 Prozent) einen regen Patientenstrom aus, gefolgt von Allgemeinmedizinern (36 Prozent) und den Gynäkologen (21,2 Prozent). Österreicher etwa wechseln den Zahnarzt deutlich häufiger (48,9 Prozent) als Schweizer (24 Prozent). Dafür trennen sich die Schweizer mit rund 45 Prozent etwas häufiger vom aktuellen Hausarzt, als die Österreicher (35,4 Prozent) oder die Deutschen (35,4 Prozent).

Therapie und sympathiewerte entscheiden

Die Ursache, warum dem Arzt des Vertrauens der Laufpass gegeben wird, ist mit 44,3 Prozent eine "nicht zufrieden stellende Behandlung oder Diagnose". Des Weiteren laufen unsympathische, unfreundliche Ärzte leicht Gefahr, ihre Patienten an die Konkurrenz zu verlieren (32 Prozent).

Lange Wartezeiten belegen mit 28,3 Prozent Platz drei der bedeutendsten Ursachen für einen Arztwechsel. Unattraktive Öffnungszeiten (9,9 Prozent) und ein zu hohes Preisniveau (7,3 Prozent) sind in den seltensten Fällen der Grund für eine Neuorientierung.(APA)

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