Doppelspitze für Deutschland kein Muss

11. April 2007, 12:16
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Deutsch-französisches Gleichgewicht soll aber bestehen bleiben - Forderung: Ausschluss der Altaktionäre bei Kapitalerhöhung

Berlin - Die deutsche Regierung besteht nicht auf einer deutsch-französischen Doppelspitze bei Airbus. Der neue Koordinator für Luft- und Raumfahrt, Wirtschaftsstaatssekretär Peter Hintze, erklärte am Donnerstag im Bundestag, das Einflussgleichgewicht könne auch durch entsprechenden Ausgleich in den unteren Ebenen erhalten bleiben. Gleichzeitig wies er Dominanzwünsche der französischen Politik bei dem Flugzeugbauer zurück. Auch bei einer Kapitalaufstockung müssten gleiche Anteile Deutschlands und Frankreichs gewahrt bleiben.

Die deutsche Bundesregierung halte die von der Konzernführung ins Gespräch gebrachte Kapitalerhöhung "für einen gangbaren Weg", sagte Hintze. Voraussetzung sei aber, dass die Struktur des Aktionärspakts bei EADS "und damit die deutsch-französische Balance erhalten bleibt". Geschehen könne dies, indem etwa bei einer Kapitalerhöhung das Bezugsrecht der Altaktionäre ausgeschlossen werde. Der französische Staat ist im Gegensatz zum deutschen direkt an EADS beteiligt. Airbus braucht nach eigenen Angaben in den kommenden Jahren eine Finanzspritze von mindestens fünf Mrd. Euro. (APA/AP/Reuters/dpa)

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