Linzer Creutzfeldt-Jakob-Patientin gestorben

8. März 2007, 15:11
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Zusätzliche Hygienemaßnahmen brachten Kosten von 700.000 Euro für Landesnervenklinik

Linz - Jene 54-jährige Creutzfeldt-Jakob-Patientin, die in der Landesnervenklinik Wagner-Jauregg in Linz behandelt wurde, ist gestorben, bestätigte der Ärztliche Direktor Werner Schöny im "Neuen Volksblatt". Die für das Krankenhaus durch zusätzliche Hygienemaßnahmen entstandenen Kosten würden rund 700.000 Euro ausmachen.

Bei der Oberösterreicherin war im Februar eine Biopsie durchgeführt worden, da die Ärzte einen Hirntumor, eine Entzündung des Gehirns oder einen Hirninfarkt vermuteten. Die entnommenen Gewebeproben ergaben aber den Verdacht auf Creutzfeldt-Jakob und wurden zum zuständigen Nationalen Referenzzentrum im AKH Wien gebracht. Wenige Tage später stand fest, dass die Frau an der unheilbaren Krankheit leidet.

Bei den beiden Patienten, die nach der 54-Jährigen in dem Operationssaal behandelt wurden, könne eine Erkrankung laut Schöny "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" ausgeschlossen werden. Es sei kein Fall bekannt, in dem Creutzfeldt-Jakob durch chirurgische Instrumente übertragen wurde. Der OP wurde dennoch umgehend geschlossen und das verwendete Besteck aus dem Verkehr gezogen.

Die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit äußert sich zunächst durch Gedächtnisstörungen, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit. Sie führt zu fortschreitendem Gedächtnis-Verlust und schließlich zum Tod. In Österreich zählt man nach Auskunft der Landesnervenklinik pro Jahr an die zehn Erkrankungen, in Oberösterreich eine. (APA)

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