Lenovo ruft ThinkPad-Akkus wegen Feuergefahr zurück

13. März 2007, 10:07
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Zusatzakkus der Modelle der Serien R60, R60e, T60, T60p sowie Z60m, Z61e, Z61m, and Z61p betroffen - Sanyo beteiligt sich an Kosten

Der weltweit drittgrößte Computerhersteller Lenovo (vormals IBM-Computer) ruft wegen Feuergefahr mindestens 100.000 Batterien zurück, die in ThinkPad-Laptops eingesetzt werden. Davon betroffen ist auch Österreich. Konkret die Modelle der Serien R60, R60e, T60, T60p sowie Z60m, Z61e, Z61m, and Z61p. Und hier nur jene, die über einen Zusatzakku verfügen, so Lenovo Österreich am Donnerstag auf APA-Anfrage.

Tausch

Wie die US-Konsumentenbehörde am Donnerstag mitteilte, sollten Computernutzer die von Sanyo hergestellten Lithium-Ionen-Akkus ab sofort nicht mehr einsetzen. In vier Fällen hätten überhitzte Batterien bereits Notebooks beschädigt. Sanyo sprach in einer Mitteilung sogar von 205.000 betroffenen Akkus. Das Problem werde nicht von den Batterien selber ausgelöst, sondern trete bei Erschütterungen auf. Von Lenovo Österreich hieß es, dies sei dann der Fall, wenn das Laptop einen starken Schlag in einem bestimmten Winkel erhalte.

Beteiligung

Nach dem Rückruf von mehr als 200.000 Laptop-Batterien wegen Feuergefahr will der japanische Hersteller Sanyo die Kosten nicht alleine schultern. Das Design der Lithium-Ionen-Akkus in den betroffenen ThinkPad-Notebooks sei gemeinsam mit dem chinesischen PC-Bauer Lenovo entwickelt worden, sagte ein Sprecher des angeschlagenen Elektronikkonzerns am Freitag. Noch gebe es aber keine Einigung, wie die Kosten aufgeteilt werden sollten. Auch die genau Summe sei noch nicht klar. Aus Sanyo-Kreisen verlautete, die Japaner wollten auf gar keinen Fall die Kosten alleine tragen. Ursache des Problems sei das Design und nicht die von Sanyo gebaute Batterie-Zelle. (APA/Reuters)

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