Polygamie in Kirgisien vor Wiedereinführung

12. März 2007, 13:00
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Justizminister will zu alten "Sitten und Gebräuchen" zurück - Auswanderung von Männern als Begründung

Bischkek - In Kirgisien soll die zu Sowjet-Zeiten verbotene Polygamie wieder zugelassen werden. Das Verbot der Vielehe sei eine "Erfindung aus der totalitären Vergangenheit", sagte Justizminister Marat Kajpow am Mittwoch in Bischkek bei einer Konferenz zur Wiederbelebung kirgisischer "Sitten und Gebräuche".

Mit der Polygamie bestehe eine Chance, das zahlenmäßige Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen auszubalancieren, sagte Kajpow. Rund eine Million Kirgisinnen und Kirgisen verließ das zentralasiatische Land auf der Suche nach Arbeit, vor allem aber Männer. (APA)

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