Siemens Österreich will Jobzahl halten

8. März 2007, 11:33
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Weltweite Software-Entwicklung soll aus Wien gesteuert werden

Siemens Österreich will trotz Neustrukturierung die Jobzahlen in der IT- und Software-Entwicklung halten. Nach der Gründung von zwei Zentren für Mauttechnik und Biometrie wird Siemens künftig von Wien aus auch die weltweite Software-Entwicklung für die Sparten Telekommunikation, Medien, Gesundheitswesen und Energieversorgung sowie das Gesamtgeschäft für Zentral- und Osteuropa steuern.

Kompetenzen erhalten

"Wir werden deshalb unsere Software-Entwicklung in Österreich nicht groß ausbauen, aber der Erhalt der jetzigen Kompetenzen sollte damit gelingen", sagte Siemens-Österreich-Chefin Brigitte Ederer am Freitag. Derzeit beschäftigt Siemens in Österreich im IT-Vertrieb und in der Software-Entwicklung in Summe etwas mehr als 4.000 Mitarbeiter, exakt 1.286 in der Siemens Business Services (SBS) und 2.775 in der bisher konzerninternen Softwareentwicklung PSE.

Zusammenführung

Die beiden Bereiche hat der Münchner Mutterkonzern zusammen mit Firmen in der Schweiz, in Griechenland und Indien Mitte Jänner in einer neuen umfassenden IT-Sparte, der IT Solutions and Services (SIS), zusammengeführt. Als erster weltweiter Bereich im Konzern werde die neue Sparte aus München und Wien gemeinsam geführt werden, erklärte Ederer. Die Leitung aus Wien wird der bisherige PSE-Chef und gebürtige Kärntner Rolf Unterberger (44) übernehmen. Er zieht dafür auch in den SIS-Bereichsvorstand ein.

Umsatz

Unter seiner Verantwortung werden in Österreich und CEE rund 8.300 Mitarbeiter stehen. Insgesamt umfasst die neue Siemens-IT-Sparte weltweit rund 43.000 Mitarbeiter und kommt dabei auf einen Jahresumsatz von etwa fünf Milliarden Euro. Wie viel vom Umsatz auf den österreichischen Verantwortungsbereich entfallen wird, lässt sich noch nicht beziffern. (apa)

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