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Das Foto des Anstosses: Grasser in der neuesten "Vanity Fair" Ausgabe

Foto: APA/Comte/Vanity Fair

Ex-Finanzminister Karl Heinz Grasser hat am Freitag eine Klage gegen das Magazin "Vanity Fair" angekündigt. Die Zeitschrift hatte in ihrer aktuellen deutschen Ausgabe eine Fotostrecke veröffentlicht, in der Grasser unter anderem ohne Hemd und im Bademantel zu sehen ist. Wie Grassers Pressesprecher Manfred Lepuschitz der APA am Freitag sagte, stammen diese Bilder jedoch aus einem Fotoshooting für die italienische Vogue, wurden teils für private Zwecke angefertigt und für "Vanity Fair" – so Lepuschitz – nicht freigegeben.

Fotos sollten im Vogue erscheinen

Laut Lepuschitz sind die Bilder bei einem Shooting für die Jänner-Ausgabe der italienischen "L'Uomo Vogue" entstanden – ein Teil der Fotos war demnach für die Veröffentlichung im Vogue bestimmt, ein anderer Teil für rein private Zwecke des Ehepaars Grasser. Darunter auch ein Bild, das Grasser ohne Hemd im Sakko zeigt, sagte Lepuschitz: "Weder dieses Foto noch alle anderen Fotos waren (für Vanity Fair, Anm.) frei gegeben."

Grasser werde die Zeitschrift daher "auf jeden Fall" klagen, kündigte Lepuschitz an: "Der Eindruck, dass Grasser eine gemeinsame Story mit Vanity Fair gemacht hat, ist falsch." Der frühere Minister habe entsprechende Interview-Anfragen im Gegenteil dezidiert abgelehnt. Die Zitate im Vanity Fair-Artikel "entsprechen nicht den Tatsachen", betont der Grasser-Sprecher. Das Magazin habe Zitate aus Interviews für andere Medien ohne Quellenangabe verwendet. Keinesfalls könne davon die Rede sein, dass sich der Minister a.D. bewusst mit nacktem Oberkörper für ein Magazin habe ablichten lassen, betont Lepuschitz.

Noch keine Klage eingegangen

Aufregung über die Klage von Ex-Finanzminister Karl Heinz Grasser herrschte beim Magazin "Vanity Fair" noch nicht. "Bei uns ist keine Klage eingegangen", sagte Chefredakteur Ulf Poschardt auf APA-Anfrage. "Wir würden einer solchen gelassen entgegensehen." (APA)