Diskussion um "strahlende Handys"

8. März 2007, 11:29
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Experten bleiben uneins Stefanie Kompatscher

Ob die Strahlung von Handys oder Mobilfunkmasten die Gesundheit schädigt oder nicht, konnte bisher keine Studie beweisen. Trotzdem fordern Vertreter der Umweltanwaltschaften und der Umweltmediziner Hans-Peter Hutter nun niedrigere Grenzwerte zum Schutz vor Strahlung: "Wir sollten nach dem Vorsorgeprinzip handeln", begründet Hutter. Bei der Frage, wie tief die neuen Grenzwerte tatsächlich sein sollten, verweist die Umweltanwaltschaft auf Experten.

Verunsicherung

Ein solcher ist Norbert Vana, Universitätsprofessor für Strahlenschutz. Dieser kann den Forderungen aber wenig abgewinnen: "All diese Dinge dienen dazu, die Bevölkerung zu verunsichern. Und Angst macht krank", sagt Vana zum Standard. Er sieht keinen Grund, die aktuellen Grenzwert-Empfehlungen von WHO und EU, abzusenken. Ein erhöhtes Tumorrisiko aufgrund der Strahlung könne man nämlich nicht beweisen. "Nach Einsicht der Teilergebnisse einer groß angelegten Studie konnte ich keinen Zusammenhang feststellen", so Vana. (Stefanie Kompatscher, DerStandard/Prinausgabe vom 14.2.2007)

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