Nachhilfe-Einrichtungen fürchten um guten Ruf

15. Jänner 2007, 10:22
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Gute Nachhilfe kann nicht jeder geben, obwohl es keine Bestimmungen bezüglich Qualifikation gibt

Wien - "Qualitativ hochwertige, sinnvolle Nachhilfe kann nicht jeder geben, auch nicht jeder Student" - so kommentierte Michael Cerny, Betreiber eines Nachilfe-Instituts in Wien und der Internet-Plattform "http://nachhilfe.co.at", den jüngsten Koalitionsvorschlag, Studenten könnten sich über gemeinnützige Arbeit und Nachhilfe die Studiengebühren zurück holen. Ähnlich wie auch Sozialeinrichtungen und Sozialarbeiter sieht Cerny den Ruf seines Berufsstands in Gefahr und befürchtet Lohn-Dumping.

Obwohl es für den Beruf eines Nachhilfe-Lehrers von rechtlicher Seite keine Auflagen bezüglich der Qualifikation gibt, würden seriöse Nachhilfe-Institute ihre Mitarbeiter nach strengen Kriterien auswählen, so Cerny. Das reiche von Bewerbungsgesprächen bis zu fachlichen Prüfungen. "Wenn nun die Politiker vorschlagen, Studenten sollten doch einfach Nachhilfe geben, so gerät damit ein erst zu nehmender Wirtschaftszweig in schiefes Licht", ist der Experte überzeugt. (APA)

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