H wie hocherhitzt

26. Juli 2007, 13:58
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Länger haltbar und länger frisch soll sie sein, die Haltbar-Milch - Was steckt eigentlich dahinter?

Extended Shelf Life, kurz ESL-Milch oder auch H-Milch genannt: Dahinter steckt ein besonderes Herstellungsverfahren. Auf den Milchpackerln finden sich dazu Aufdrucke wie "Haltbar-Milch", "länger frisch", "maxifrisch" oder "extra langer Frischegenuss".

Die ESL-Milch oder H-Milch unterscheidet sich von der Frischmilch vor allem durch eine längere Haltbarkeit von 12 bis 21 Tagen. Das wird durch ein bestimmtes Erhitzungsverfahren erreicht, das "Hocherhitzen". Hierbei wird die Milch für etwa zehn bis 15 Sekunden auf 127 Grad Celsius erhitzt und dann sofort auf 90 Grad Celsius heruntergekühlt. Deshalb muss diese Milch auch mit "hocherhitzt" gekennzeichnet sein.

Weniger Vitamine

Frischmilch dagegen wird "pasteurisiert", das heißt bis zu 30 Sekunden auf 72 bis 75 Grad Celsius erhitzt, und ist dadurch gekühlt nur fünf bis sechs Tage haltbar. Die ungekühlt drei bis sechs Monate haltbare H-Milch wird ein bis vier Sekunden auf 135 Grad Celsius "ultrahocherhitzt". Die durch die Erhitzung verursachten Vitaminverluste lassen sich laut der Ernährungsberatung aid gegenüber der Frischmilch grob einteilen: zehn Prozent Verlust bei der ESL-Milch und 20 Prozent bei der H-Milch. (red)

  • Länger haltbar, dafür eine Einbuße an Vitaminen...
    foto: der standard/matthias cremer

    Länger haltbar, dafür eine Einbuße an Vitaminen...

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