Europäer brauchen mehr "kleine Scheine"

13. Juli 2000, 14:19

14,5 Milliarden Euro-Scheine ab 1. Jänner 2002

Wien/Frankfurt - Die Zahl der Euro-Banknoten, die ab 1. Jänner 2002 ausgegeben werden, steigt durch den Beitritt Griechenlands zur Euro-Zone weiter an. Laut der neuesten Prognose der EZB müssen insgesamt 14,5 Mrd. Euro-Scheine gedruckt werden, um rund eine halbe Milliarde mehr als in der Vorwoche angekündigt. Rund 10 Milliarden Euro-Scheine sollen in den dann 12 Euro-Ländern in Umlauf gebracht werden, die restlichen 4,5 Milliarden dienen als Reserve (Logistical Stocks). Der Nominalwert der Banknoten wird auf 616 Mrd. Euro (8.476 Mrd. S) geschätzt.

Im Vorjahr hatte die EZB den Banknotenbedarf noch mit 13 Mrd. Stück beziffert. Grund dafür sei ein höherer Geldumlauf, größerer Bedarf an "kleineren Scheinen" sowie die Tatsache, dass der Einsatz der elektronische Geldbörse hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei.

Gemessen am Wert werden 2,4 Mrd. Stück 5-Euro-Noten gedruckt, 3 Mrd. 10-Euro-Schiene, 3,6 Mrd. 20-Euro-Noten, 3,67 Mrd. Stück 50-Euro, 1,25 Mrd. 100-Euro-Noten, 229 Mill. 200-Euro-Scheine und 360 Mill. Stück 500-Euro-Scheine.

Für die einzelnen Ländern rechnet die EZB mit folgenden Euro-Schein-Bedarf:

  • Belgien 530 Mill. Stück
  • Deutschland 4.342 Mill.
  • Griechenland 581 Mill.
  • Spanien 1.924 Mill.
  • Frankreich 2.570 Mill.
  • Irland 243 Mill.
  • Italien 2.380 Mill.
  • Luxemburg 46 Mill.
  • Niederlande 655 Mill.
  • ÖSTERREICH 520 Mill.
  • Portugal 535 Mill.
  • Finnland 219 Mill.

    (APA)

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