Auch Tibets Gletscher schmelzen immer schneller

7. Jänner 2007, 13:00
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Rückgang bis 2090 um 50 Prozent - Schneefallgrenzen stiegen und die Feuchtgebiete nehmen ab, dagegen nimmt die Wüstenbildung zu

Peking - Die Gletscher der tibetischen Hochebene schmelzen immer schneller. Zudem schreite die Verwüstung der als sensibles Barometer für das Weltklima geltenden Region voran, die Schneefallgrenzen stiegen und die Feuchtgebiete nähmen ab, berichtete die chinesische Volkszeitung unter Berufung auf eine neue geologische Studie.

In den vergangenen 30 Jahren seien die Gletscher in der Region jährlich um über 130 Quadratkilometer zurückgegangen, schreibt das Blatt. Bis 2050 würden sich die Gletschermassen bei gleich bleibendem Rückgang um ein Drittel, bis 2090 um die Hälfte reduzieren. Zudem führe die Gletscherschmelze zu sinkenden Wasservorkommen.

Extreme Wetterphänomene

Die Hochebene erstreckt sich von Tibet bis zu den angrenzenden Provinzen Qinghai, Sichuan und Yunnan. Sie umfasst nahezu ein Viertel der chinesischen Landmasse. Eine zweite in der vergangenen Woche vorgelegte Studie zu den Auswirkungen des Klimawandels hatte für die kommenden Jahrzehnte Wasserknappheit und zunehmende extreme Wetterphänomene vorausgesagt. (APA)

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