UNICEF: Wachsende Not in Somalia

13. April 2007, 13:18
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Spendenaufrufe für humanitäre Hilfe

Wien - Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) hat angesichts der Kämpfe in Somalia vor wachsendem Leid und Elend unter der Zivilbevölkerung gewarnt. Die Vertreibung islamistischer Truppen durch äthiopische Soldaten aus der Hauptstadt Mogadischu und weiteren Ortschaften hinterlasse ein gefährliches Machtvakuum, heißt es in einer Aussendung vom Donnerstag. UNICEF appelliert an die internationale Gemeinschaft, eine politische Lösung zu forcieren und die humanitäre Hilfe für die Kinder zu verstärken. Weil die Gefahr von Plünderungen und Überfällen steige, müssten bereits überlebenswichtige Hilfsprogramme für die Not leidende Bevölkerung eingeschränkt oder zeitweise gestoppt werden.

Nach Schätzungen von UNICEF sind in Somalia allein 1,8 Millionen Menschen auf Hilfe von außen angewiesen, darunter 340.000 Kinder unter fünf Jahren. Teile des Landes waren in diesem Jahr zuerst von einer schweren Dürre und dann seit November von extremen Überschwemmungen heimgesucht worden. Von 1000 Neugeborenen erleben 133 nicht ihren fünften Geburtstag. Jedes vierte Kind in Somalia leidet an Unterernährung.

Die Diakonie Katastrophenhilfe Österreich und Deutschland hat gemeinsam zur Unterstützung der Not leidenden Bevölkerung in Somalia aufgerufen. Die Zahl der Vertriebenen, die nach Mogadischu kommen, ist nach Berichten des örtlichen Diakonie-Partners in den vergangenen Tagen dramatisch gestiegen. Die Straßen seien gesperrt und die Gefahr, dass Hilfsgüter beschlagnahmt oder geplündert würden, sei sehr groß. (APA)

UNICEF Österreich bittet um Spenden:
PSK 15 16 500, BLZ 60.000, Stichwort "Kinder Somalia"
Diakonie Auslandshilfe: PSK 23 13 300, BLZ 60.000
Kennwort: Somalia
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