Mercedes zahlt in den USA Millionenstrafe

8. Jänner 2007, 12:59
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Der DaimlerChrysler-Konzern und seine Tochter Mercedes-Benz USA zahlen wegen Vergehens gegen US-Umweltrecht ein Bußgeld von 1,2 Millionen Dollar

New York - Der DaimlerChrysler-Konzern und seine Tochter Mercedes-Benz USA haben wegen Vergehens gegen US-Umweltrecht der Zahlung eines Bußgelds von 1,2 Mio. Dollar (etwa 910.000 Euro) zugestimmt. Der Autobauer habe es versäumt die nationale Umweltbehörde EPA umgehend über Fehler zu informieren, die an den Luftreinhaltungssystemen bei zahlreichen Mercedes-Modellen zwischen 1998 und 2006 aufgetreten seien, teilten die EPA und das Justizministerium mit. Mercedes müsse zudem sein Überwachungssystem für die Kontrolle der Abgasreinigungssysteme verbessern, was zudem etwa eine Million Dollar jährlich kosten werde, hieß es in der Mitteilung vom Donnerstag.

Pannen melden

Ein US-Gesetz gegen Luftverschmutzung verpflichtet die Kfz-Hersteller dazu, der EPA solche Pannen sofort zu melden, damit die Behörde schnell entscheiden kann, ob eine Marktrückruf defekter Modelle angeordnet werden muss. Wegen der Defekte, die vor allem die Abgas-Katalysatoren betrafen, musste sich Mecedes-Benz USA bereits vor einem Zivilgericht in Washington verantworten. Nach Aufnahme der EPA-Ermittlungen rief der Hersteller die betroffenen Modelle freiwillig zurück in die Werkstätten, was den Autobauer nach Angaben des Ministeriums bereits schätzungsweise 59 Mio. Euro kostete. Umweltbehörde und Ministerium gehen davon aus, dass wegen der fehlerhaften Abgasreinigung durch die Mercedes-Modelle zusätzlich etwa 500 Tonnen schädliche Emissionen wie Stickoxide und Kohlenmonoxid freigesetzt wurden. (APA/AFP)

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    foto: mercedes
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