Neuerliche Lobau-Besetzung

28. Februar 2007, 21:24
29 Postings

Protest in Ketten gegen "Desinformation" der Asfiang - "Resistance for Paece"-Aktivisten planen weitere "punktuelle Aktionen"

Wien – "Schauts ihnen auf die Finger, wenn sie bohren", zeigen sich zwei Spaziergängerinnen in der Lobau solidarisch mit den vier Aktivisten, die am Donnerstagvormittag das Naturschutzgebiet neuerlich besetzten.

Mit den Umweltorganisationen Greenpeace und Global 2000, haben "Restistance for Peace" außer dem Unmut über die Probebohrungen für einen Tunnel unter der Lobau nichts gemein. Als sich zwei Aktivisten anketteten, wurden die Bohrmaschinen aus Sicherheitsgründen abgestellt.

Greenpaece und Global 2000 hatten vergangene Woche mit der Asfinag und der Stadt Wien einen Kompromiss geschlossen und bauen nun auf "konstruktive Gespräche beim Runden Tisch", sagte Karin Kuna von Global 2000. Diesen sieht Kuna durch die Aktivisten, welche bei den Verhandlungen nicht dabei waren, nicht gefährdet. Die Asfinag ist "enttäuscht", dass es so kurz, nachdem der Pakt geschlossen wurde, zu einer solchen Aktion gekommen sei. Dies werde Konsequenzen haben. Polizeiliche, wie "Resistance for Paece"-Aktivist Peter Rosenauer mitteilte. Am Nachmittag wurde die zwei Aktivisten, die sich innerhalb der abgesperrten Baustelle angekettet hatten, von der Polizei aus dem Areal herausgeholt, die Arbeiten wurden unter Bewachung fortgesetzt. Die Aktivisten, welche Wiens Bürgermeister Michael Häupl und der Asfinag "Desinformation" der Bürger über die Lobau vorwerfen, planen weitere "punktuelle Aktionen". (mil, DER STANDARD - Printausgabe, 22. Dezember 2006)

  • Die Ketten von Aktivist Peter Rosenauer hatten Wirkung: Die Bohrungen in der Lobau wurden von Aktivisten gestoppt, nach einem Polizeieinsatz aber wiederaufgenommen.
    foto: standard/andy urban

    Die Ketten von Aktivist Peter Rosenauer hatten Wirkung: Die Bohrungen in der Lobau wurden von Aktivisten gestoppt, nach einem Polizeieinsatz aber wiederaufgenommen.

Share if you care.