"Crystal Speed" nicht Grund für Bröselgeld

17. November 2006, 10:09
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Droge kommt nach neuen Erkenntnissen deutscher Kriminalisten nicht in Frage: Relativ starke Säure erforderlich

Mainz - Für die in Deutschland auftretenden zerbröselnden Geldscheine gibt es weiterhin keine Erklärung: Die Vermutung, die Scheine hätten sich durch die Partydroge "Crystal Speed" aufgelöst, scheidet nach Angaben des rheinland-pfälzischen Landeskriminalamts (LKA) aus. Für die Zerstörungen der Banknoten sei eine relativ starke Säure erforderlich. Ein derartiger Stoff sei aber kein Bestandteil der Droge.

Bei Crystal Speed handele es sich um eine künstlich hergestellte Droge, die keine Stoffe enthalte, die zu Säure umgesetzt werden könnten, erklärte das LKA am Montag. Am Wochenende hatte es Berichte gegeben, wonach die Droge Ursache für den Zerfall der Scheine sein könnte.

In Deutschland waren in den vergangenen Monaten zahlreiche Euro- Geldscheine aufgetaucht, die sich bei Berührung selbst zersetzen. Die Bundesbank hatte Anfang November vermutet, die Scheine seien offenbar mit Chemikalien wie Säuren in Berührung gekommen. (APA)

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    Löchrige Euro-Scheine verwundern Deutschland. Drogen waren nach letzten Erkenntnissen auch nicht schuld.

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