Fünf US-Soldaten im Irak getötet

27. Oktober 2006, 22:03
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Streit über Einsatz der Luftwaffe im Bagdader Stadtviertel Sadr-City

Bagdad/Kairo - Aufständische haben im Westirak fünf US-Soldaten getötet. Wie das US-Militärkommando am Donnerstag mitteilte, starben sie am Mittwoch bei Gefechten in der Provinz Anbar. Bei den Opfern handelt es sich um vier Marineinfanteristen sowie einen Seesoldaten. Es blieb zunächst unklar, ob die fünf bei dem selben Zwischenfall getötet wurden. Im Oktober sind damit bisher mindestens 95 US-Soldaten im Irak gefallen.

Umstrittener Einsatz

Zwischen der irakischen Regierung und den US-Truppen ging unterdessen der Streit über einen Einsatz der US-Luftwaffe in der Bagdader Schiiten-Vorstadt Sadr-City vom Mittwoch weiter. Die US-Armee rechtfertigte den Einsatz, bei dem nach US-amerikanischer Darstellung zehn "feindliche Kämpfer" getötet worden waren, als Operation gegen Todesschwadronen und mutmaßliche Entführer. Premier Nuri al-Maliki betonte, es habe in Bezug auf den Einsatz, bei dem auch Zivilisten verletzt worden waren, keine Abstimmung zwischen den US-Truppen und seiner Regierung stattgefunden.

US-Präsident George W. Bush steht wegen der zunehmenden Gewalt und der steigenden Anzahl gefallener Soldaten im Irak innenpolitisch stark unter Druck. Angesichts der Kongresswahlen im November hatte Bush daher angekündigt, die Taktik im Irak überarbeiten zu wollen. Bei der Wahl am 7. November droht den regierenden Republikanern ein Machtverlust in beiden Kammern.(APA/dpa/Reuters)

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