Was tun bei sonderpädagogischem Förderbedarf?

3. Juli 2007, 10:20
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Nach der achten Schulstufe müssen Eltern integrative Möglichkeiten ausloten

Der Rechtsanspruch von Kindern mit Beein­träch­ti­gun­gen auf integrativen Unterricht in Allgemeinen Höheren Schulen (AHS) oder Hauptschulen (HS) endet in Österreich mit der achten Schulstufe. Wer seinem Kind danach auch weitere Schulbildung außer Haus und außerhalb von Sonderschulen ermöglichen will, muss sich nach Auswegen umsehen. Das Problem daran: Die Schulpflicht schließt auch noch das neunte Schuljahr mit ein - das betroffenen Kind müsste also ein Jahr lang in eine Sonderschule wechseln.
  • Polytechnische Schulen

Polytechnische Schulen bieten manchmal Integrationsklassen für das neunte Schuljahr an. Sie schaffen damit die Möglichkeit, das ausständige neunte Pflichtschuljahr außerhalb von Sonderschulen zu absolvieren.

  • Berufsvorbereitungslehrgang (BVL)

Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf können sich in BVLs maximal bis zum zwölften Schuljahr auf die Arbeitswelt vorbereiten.Mit Praktika, Seminaren und Projekten soll eine praktische Vorbereitung auf den Beruf ermöglicht werden.

  • Berufsvorbereitungsjahr (BVJ)

Wer bis zum neunten Schuljahr bereits eine Sonderschule besucht hat, kann danach ein Jahr lang ein BVJ absolvieren. In Werkstätten mit besonderen Fördermaßnahmen soll auf die Arbeitswelt vorbereitet werden.

  • Sonderschule

Auf Grund des nicht immer guten Rufs der Sonderschulen werden diese von vielen Eltern als letzte Lösung angesehen. Ein Besuch der Sonderschule ist auch nach dem Ende der allgemeinen Schulpflicht bis zum zwölften Schuljahr möglich. (red)

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