Sinkender Ölpreis dämpft Energiekostenanstieg für Haushalte

30. Oktober 2006, 13:07
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Im September 1,2 Prozent über Vorjahr, gegenüber August Rückgang um 2,4 Prozent - Treibstoffe billiger, fossile Brennstoffe teurer

Wien - Der sinkende Ölpreis hat im September für Österreichs Haushalte die Verteuerung bei der Energie gebremst. Die Entspannung an den internationalen Rohölmärkten war auch an den heimischen Tankstellen spürbar. Der von der Österreichischen Energieagentur berechnete Energiepreisindex (EPI) lag im September 2006 um 1,2 Prozent über dem Vorjahresniveau und verringerte sich damit um 2,4 Prozent gegenüber dem Vormonat. Im August hatte der Preisanstieg im Jahresabstand noch 8,1 Prozent betragen.

Zum Vergleich: Der Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im September im Jahresabstand um 1,4 Prozent und sank im Monatsvergleich um 0,2 Prozent.

Heizmaterialien meist verteuert

Die Treibstoffpreise sanken im September 2006 erstmals seit Frühjahr 2004 auch im Jahresvergleich: Normalbenzin kostete um 4,4 Prozent weniger, Superbenzin um 4,3 Prozent und Diesel um 3,7 Prozent. Gegenüber August verbilligte sich Normalbenzin um 6,3 Prozent, Normalbenzin um 6,4 Prozent und Diesel um 0,5 Prozent.

Der Strompreis lag um 4,4 Prozent über dem Niveau von September 2005.

Verteuert haben sich auch die meisten Heizmaterialien - ausgenommen Heizöl, das sich im Jahresabstand um 0,1 Prozent verbilligte und im Monatsvergleich um 2,3 Prozent. Die Preise für feste fossile Brennstoffe stiegen gegenüber September 2005 um 2 Prozent und gegenüber August um 0,3 Prozent. Der Brennholzpreis stieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,0 Prozent und lag um 1,4 Prozent über dem Vormonat. Bei den Preisen für Holzbriketts war gegenüber dem Vormonat eine Steigerungsrate von 3,6 Prozent zu verzeichnen.

Deutlich teurer wurde auch Gas. Der Preis stieg gegenüber September 2005 um 6,7 Prozent. Fernwärme wurde um 5,5 Prozent teurer.

Brent-Preis sank um 15,7 Prozent im Monatsvergleich

Maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der heimischen Preise für Mineralölprodukte hatte einmal mehr das Geschehen am internationalen Rohölmarkt, so die Energieagentur. Der Preis der Marke UK-Brent sank - im Monatsdurchschnitt - von August bis September um 15,7 Prozent. Noch deutlicher wurden die Preisunterschiede beim Vergleich der Tageswerte: Lag der Maximalwert im August noch bei 78,2 Dollar pro Fass, so lag der Tiefstwert im September bei 57,5 Dollar. (APA)

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