Betrugsprozess gegen Wiener Lotto-Millionär

19. Oktober 2006, 14:31
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Als 22 Millionen Schilling weg waren, soll sich 51-Jähriger 25.000 Euro "ausgeborgt" haben

Wien - 22 Millionen Schilling hat ein heute 51-jähriger Wiener 1998 im Lotto gewonnen. "Innnerhalb von vier Monaten war alles weg", verriet er am Donnerstag im Straflandesgericht, wo er wegen schweren Betrugs zur Verantwortung gezogen wurde. Er hatte sich laut Anklage von einem Bekannten seiner Schwester "zur Überbrückung" 25.000 Euro ausgeborgt - und nie mehr zurück gegeben.

Zwar behauptete der glücklose Lotto-Millionär, der Bekannte habe das Geld in Wahrheit selbst veruntreut und keinen Cent davon bekommen, dieser versicherte jedoch als Zeuge recht glaubhaft, der 51-Jährige habe ihm gegenüber einen finanziellen Engpass beklagt. Nach dem Sechser im Lotto gebe es nun Probleme mit der Finanz, er brauche Hilfe, soll der Beschuldigte vorgegeben haben.

Die Zuhörer erfuhren am Rand der Verhandlung, wie rasch sich ein Lotto-Gewinn in Nichts auflösen kann: 14 Millionen Schilling hatte der Mann großzügigerweise seiner Familie geschenkt. Einen Teil steckte er in den Hausbau und ein viel versprechendes Geschäft mit einer Bank, das dann leider nichts einbrachte. Den Rest verlor der Spieler im Casino.

Die Verhandlung wurde zur Ladung weiterer Zeugen vertagt. (APA)

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