Denkmalgeschützer Aquädukt erstrahlt in neuem Glanz

19. Oktober 2006, 22:10
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108 Meter langes Bauwerk in Liesing für 2,4 Millionen Euro renoviert - 88.000 Klinker-Ziegel bei der Sanierung verbaut

Wien - Für 2,4 Mio. Euro wurde der denkmalgeschützte Wiener Aquädukt Speising generalsaniert. Nun erstrahlt das Bauwerk aus dem Jahr 1873 wieder in altem Glanz. Zuvor hatten ihm mehr als 130 Jahre Frost zugesetzt. Der Aquädukt überspannt in sieben Bögen auf 108 Metern Länge in 14 Meter Höhe die Tullnertalgasse im Bezirk Liesing. Umweltstadträtin Ulli Sima (S) setzte am Donnerstag den symbolischen Schlussstein unter die Renovierungsarbeiten.

Insgesamt wurden 88.000 Klinker-Ziegel bei der Sanierung verbaut. Dabei wurde zunächst das Gewölbe saniert und danach das schadhafte äußere Mauerwerk mit einem Diamantseil auf 15 Zentimetern Breite abgeschnitten. Anschließend wurde das neue Vorblendmauerwerk angebracht.

220 Millionen Liter Trinkwasser täglich

Bis zu 220 Millionen Liter Trinkwasser fließen täglich über das Bauwerk in Liesing, das Teil der ersten Wiener Hochquellenleitung ist. Diese transportiert das Hochquellwasser aus den niederösterreichisch-steirischen Kalkalpen in die Bundeshauptstadt. Insgesamt finden sich auf dieser 120 Kilometer langen Hochquellleitung über 30 Aquädukte. Bei der zweiten Hochquellleitung der Bundeshauptstadt, die rund 200 Kilometer misst, sind es ganze 100. Alle gut 130 Bauten stehen unter Denkmalschutz.

Der nächste Sanierungsfall findet sich in der Nähe des heute renovierten Baus: Der 200 Meter lange und 17 Meter hohe Aquädukt Mauer, ebenfalls im Bezirk Liesing gelegen, wird bereits ab heuer generalsaniert. Bei Gesamtkosten von acht Mio. Euro will man bis 2010 die Arbeit abgeschlossen haben. (APA)

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    Der generalsanierte Aquädukt Speising, der 1873 errichtet wurde.

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