Besser Sehen am Arbeitsplatz

17. Oktober 2006, 14:56
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Rechtzeitig schwere Augenerkrankungen erkennen - eine Vorsorge Initiative gegen "müde" Augen, grauen und grünen Star

Wien - Rund 1,6 Millionen Österreicher klagen über trockene oder müde Augen. 80.000 Patienten leiden am Grünen, 115.000 am Grauen Star. Diese Zahlen haben die Initiatoren der Informationskampagne "Sehen wie ein Lux - Sorgen sie vor!" in Wien präsentiert. Die Aktion soll in 50 Betrieben das Bewusstsein für Augen-Vorsorge und Krankheiten schärfen.

Rechtzeitige Augenvorsorge

Den Mitarbeitern - vor allem jenen, die viel Zeit vor Computerbildschirmen verbringen - soll die Möglichkeit gegeben werden, sich näher über Augenkrankheiten und die Vorsorge zu informieren. "Zwar hat sich vieles auf dem Gebiet der Augenheilkunde weiterentwickelt, man kann aber nichts reparieren, was schon kaputt ist", warnte Helga Azem, Vorsitzende der Bundesfachgruppe Augenheilkunde und Optometrie der Österreichischen Ärztekammer.

Belastende Bildschirmarbeit

Die moderne Arbeitswelt stelle immer mehr Anforderungen an die Augen. Durch die viele Zeit vor dem Bildschirm seien die Augen und das visuelle System starken Belastungen ausgesetzt. Helligkeitswechsel, wechselnde Umgebung und für das Sehen ungünstige Arbeitsbedingungen führen laut der Expertin zu Problemen. "Wenn ein Mensch länger in eine bestimmte Entfernung schaut, wie das am PC der Fall ist, blinzelt er weniger. Das kann dann zum so genannten trockenen Auge führen."

Lüften, blinzeln und viel trinken

Im November sollen die Aktionswochen in den Firmen starten. Mit Beratungsgesprächen, Info-Material und Besuchen von Augenärzten sollen die Angestellten Bewusstsein für Vorsorge vermittelt bekommen. Tipps, wie man im Büro selbst dazu beitragen kann, die Augen vor Dauerschäden zu schützen, gab es schon im Voraus: Mehrmals am Tag lüften, viel Blinzeln, regelmäßig frisches Gemüse essen und mindestens zwei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen.

Schweres Leben mit Sehbehinderung

Hinter der Vorsorge-Initiative steht die Plattform "Besser Sehen", die von der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs und der Wiener Ärztekammer getragen und von der Pharmafirma Novartis unterstützt wird. "Wir von der Hilfsgemeinschaft sehen die Welt ein wenig anders. Augen brauchen Licht und daher eine geeignete Vorsorge. Wir merken täglich, wie schwierig das Leben für Sehbehinderte ist", sagte Irene Vogel, Geschäftsführerin der Gemeinschaft. (APA)

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    foto: cisco systems austria gmbh
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