USA fordern von China Einstellung der Hilfslieferungen

18. Oktober 2006, 18:53
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Washington will den wichtigsten Verbündeten Pjöngjangs noch stärker in die Pflicht nehmen

New York - Nach dem Beschluss der UNO-Resolution gegen Nordkorea will Washington den wichtigsten Verbündeten Pjöngjangs noch stärker in die Pflicht nehmen. Die USA appellierten am Sonntag an China, noch mehr zu tun und forderten Peking indirekt auf, die Hilfslieferungen von Lebensmitteln und Energie an seinen nordkoreanischen Verbündeten einzustellen. Das würde "sehr überzeugend in Pjöngjang" wirken, sagte der amerikanische UNO-Botschafter John Bolton dem Sender ABC. "China trägt hier eine gewaltige Verantwortung." Der mutmaßliche Atomtest Nordkoreas sei eine öffentliche Demütigung Pekings gewesen.

In der mit Zustimmung Chinas am Samstag beschlossenen UNO-Resolution sind Finanz- und Handelssanktionen gegen Nordkorea vorgesehen. Das Handelsembargo bezieht sich auf schweres Kriegsgerät und die dazu gehörigen Technologie. Außerdem sollen alle Guthaben eingefroren werden, die nordkoreanische Waffenprogramme unterstützen könnten. Auf Drängen Moskaus und Pekings wurde allerdings kein totales Handelsverbot für sämtliche konventionelle Waffen beschlossen. (APA/AP)

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