Salzburger FPÖ für besseren Schutz bei Telefon-Verträgen

16. Oktober 2006, 10:42
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Verlängerung der Rücktrittsfrist von sieben auf 30 Werktage gefordert

Vertragsabschlüsse zwischen Konsumenten und Unternehmen über Telefon oder Internet haben auf Grund der technischen Entwicklung in den vergangenen Jahren zugenommen. Speziell für ältere Menschen, die mit dem Umgang mit der modernen Technik und den damit verbundenen neuen Marketingstrategien nicht vertraut seien, stellten diese Art von Vertragsanbahnungen oft ein unlösbares Problem dar. Die Salzburger FPÖ bringt am Mittwoch im Landtag einen Antrag ein, in dem ein besserer Schutz der Konsumenten bei solchen Verträgen gefordert wird.

Unseriöse Geschäftemacher

Moderne Kommunikationsmittel erleichtern dem Konsumenten den Kauf von Produkten oder Dienstleistungen ohne längere Wege auf sich nehmen zu müssen. Aber nicht nur Verbraucher nützten die moderne Technik, sondern auch immer öfter unseriöse Geschäftemacher. Speziell via Internet und Telefon werden Konsumenten immer häufiger zu Vertragsabschlüssen überredet. Viele Menschen seien sich vielfach auch gar nicht bewusst, dass sie mit der Zustimmung am Telefon bereits einen mündlichen Vertrag abschließen. Unseriöse Geschäftemacher nützten diese Situation unverschämt aus. Konsumentenschützer warnen vor allem vor Tippgesellschaften, die via Telefon oft sogar die Bankverbindung herauslocken. Betroffene seien meist ältere Menschen, bestätigte der Verein für Konsumenteninformation der FP. Es verginge kein Tag an dem den Verein nicht zumindest eine Beschwerde in Zusammenhang mit ungebetener Telefonwerbung erreicht, hieß es in der Begründung des Antrages.

Verpflichtung zur Verschriftlichung

"Zum Schutz der Konsumenten ist daher die Verpflichtung zur Verschriftlichung von via Telefon angebahnten Verträgen unumgänglich. Ferner muss die generelle Rücktrittsfrist im Konsumentenschutzgesetz von bisher sieben Werktage auf 30 Werktage erhöht werden, damit der Konsument die Möglichkeit zur Einholung umfassender Informationen erhält", heißt es im Antrag. Sieben Werktage seien bald verstrichen, wenn beispielsweise eine Informationsquelle vorübergehend nicht erreichbar sei. (apa)

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