Sorge um Airbus hält an

30. Oktober 2006, 15:39
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Der neue Unterneh­menschef Louis Gallois berät heute mit der deutschen Führungs­spitze über die Probleme beim A380 und stimmt die Belegschaft auf Veränderungen ein

Hamburg - Kurz vor seinem Besuch in Hamburg hat der neue Airbus-Chef Louis Gallois einem Bericht zufolge die Belegschaft auf einen grundlegenden Konzernumbau eingestimmt. Laut "Bild"-Zeitung kündigte Gallois in einem Rundschreiben an, dass in einigen Bereichen radikale Veränderungen notwendig sein werden. "Wir werden unsere Effizienz deutlich erhöhen müssen, und das wird nicht dadurch möglich sein, lediglich unsere industrielle Leistungsfähigkeit weiter zu entwickeln", hieß es laut Vorabbericht in dem Schreiben.

Nach Gallois' Ansicht müssen die Teile von Airbus besser integriert und die Beziehungen innerhalb des Mutterkonzerns EADS vereinfacht werden. Zur Vorbereitung konkreter Maßnahmen werde Airbus mit Arbeitnehmervertretern in den Dialog treten. "Und wir wissen, dass die Anstrengungen in ausgeglichener Weise von den verschiedenen Heimatländern der Airbus-Eigner geteilt werden müssen."

Gallois ist auch Co-Chef von EADS. Nachdem Airbus wegen Lieferverzögerungen beim Superjumbo A380 ins Trudeln gekommen war, ist er für das Tochter-Unternehmen mit verantwortlich. Das Rundschreiben ging laut "Bild" an alle Airbus-Mitarbeiter und war in englischer Sprache verfasst. Datiert war der Brief demnach auf Dienstag. (APA/AP)

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    Nach Gallois' Ansicht müssen die Teile von Airbus besser integriert und die Beziehungen innerhalb des Mutterkonzerns EADS vereinfacht werden.

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