Melzer im Finale von Metz

8. Oktober 2006, 16:54
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Fünftes ATP-Finale für den Niederösterreicher nach Zweisatz-Erfolg über den ebenfalls ungesetzten Franzosen Gicquel

Metz - Österreichs Nummer eins im Herren-Tennis, Jürgen Melzer, hat am Samstag seine beeindruckende Erfolgsserie prolongiert und ist mit einem 7:6(3),6:3-Erfolg über den französischen Lokalmatador Marc Gicquel ins Finale des mit 323.250 Euro dotierten ATP-Hartplatz-Turniers von Metz eingezogen. Der 25-Jährige feierte gegen den ebenfalls ungesetzten Gicquel nach dem ersten ATP-Turniertriumph in Bukarest und dem Erfolg im Daviscup gegen Mexiko bereits den zehnten Einzel-Sieg en suite und steht damit im fünften Endspiel seiner Karriere.

Hatte Melzer am Freitag gegen den US-Amerikaner Mardy Fish noch über zwei Stunden zu kämpfen, benötigte der Deutsch-Wagramer im Semifinale exakt 83 Minuten, um im ersten Duell mit dem Franzosen (Nr. 70 im ATP-Ranking) als Sieger vom Platz zu gehen. In seinem dritten ATP-Finale der laufenden Saison nach Houston und eben Bukarest trifft Melzer nun auf den als Nummer drei gesetzten Serben Novak Djokovic, der sich am späten Samstagabend im zweiten Halbfinale mit 6:7 (4),7:6 (1),6:3 gegen den Franzosen Sebastien Grosjean durchgesetzt hatte. Der Deutsch-Wagramer hat noch nie gegen den 19-jährigen Djokovic, die aktuelle Nummer 22 der Welt, auf der ATP-Tour gespielt.

Viele Breaks

Der 55 Minuten dauernde erste Satz war von Beginn an hart umkämpft. Nach einem Break zum 6:5 musste Melzer umgehend das Rebreak zum 6:6 hinnehmen, um sich schließlich im Tiebreak klar mit 7:3 durchzusetzen. Im zweiten Durchgang nahm der Niederösterreicher seinem Kontrahenten nach Break und Rebreak den Aufschlag zum vorentscheidenden 3:2 ab. Den krönenden Abschluss aus der Sicht Melzers bildete dann noch das Break zum 6:3. Melzer, der sieben Asse bei vier Doppelfehlern schlug, behielt übrigens im Punkte-Verhältnis mit 76:66 die Oberhand.

Melzer, dessen russische Freundin Anastasia Myskina auf der Zuschauertribüne saß, meinte nach der Partie gegen den Franzosen Marc Gicquel: "Ich war sehr nervös, aber ich bin sehr glücklich, dass ich im Finale stehe." (APA)

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    Melzer hat die Chance auf seinen zweiten Turnier-Titel.

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