Magerere Handyjahre

29. November 2006, 15:08
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Studie: Wachstumsraten sinken - Zuvor wird 2007 allerdings noch die Milliardengrenze überschritten

Für die Handyunternehmen dieser Welt sind die Tage der zweistelligen Zuwachsraten gezählt. Wuchs der Markt für Mobiltelefone zwischen 2002 und 2005 noch jährlich um mehr als 20 Prozent, so werden sich die Hersteller in gut fünf Jahren mit Wachstumsraten von drei Prozent zufrieden geben müssen. Dies geht aus einer Studie von Marktforscher Informa Telecom & Media's hervor.

Schallmauer

Doch zuvor wird im 2007 die Absatz-Schallmauer von mehr als einer Milliarde Geräte durchbrochen werden. Heuer werden voraussichtlich weltweit 943 Mio. Handys abgesetzt.

Die Nachfrage in den Emerging Markets wie China, Indien und Lateinamerika wird Informa zufolge zwar anhalten; gefragt seien hier jedoch meist einfache, preiswerte Geräte, die weniger Gewinne abwerfen. Um in den zunehmend saturierten Märkten wie etwa Europa weiter reüssieren zu können, müssten die Hersteller daher alles daran setzen, die Kunden davon zu überzeugen, ihre Handys regelmäßig durch neue, innovativere Geräte zu ersetzen.

Funktionalität

Einer der Schlüssel dabei seien neue, leicht bedienbare Funktionen und Services wie Musik oder mobiles Fernsehen. Den Analysten zufolge werden bis 2011 etwa zehn Prozent aller mobilen Telefone über Handy-TV, 55 Prozent über einen Musicplayer und 81 Prozent über eine Kamera verfügen.

Die Zahl der Hersteller werde sich in den kommenden Jahren weiter konsolidieren. Besonders betroffen werde davon China sein, wo derzeit mehr als 50 Hersteller mit äußerst bescheidenen Margen im Wettbewerb stünden. (Karin Tzschentke / DER STANDARD Printausgabe, 05.10.2006)

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