HP-Chef erhält im Spionageskandal Rückendeckung

1. Oktober 2006, 10:16
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Hurd muss heute wie Patricia Dunn vor einem Untersuchungsausschuss des US-Repräsentantenhauses aussagen

Im Spionageskandal beim US-Computerkonzern Hewlett-Packard (HP) steht die Unternehmensführung nach Angaben eines Direktoriumsmitglieds uneingeschränkt hinter Firmenchef Mark Hurd. Dieser habe "gewaltige Unterstützung" bekommen, sagte Robert Ryan am Mittwoch nach einer Sitzung des HP-Direktoriums. "Es hat überhaupt keine Diskussionen über einen Rücktritt von Mark gegeben", führte er aus.

Aussage

Hurd muss ebenso wie die im Zuge des Skandals zurückgetretene Direktoriumsvorsitzende Patricia Dunn am Donnerstag vor einem Untersuchungsausschuss des US-Repräsentantenhauses aussagen. Der HP-Chef hatte kürzlich seine Verwicklung in den Skandal eingeräumt.

Aufklärung

Das Unternehmen hatte mit umstrittenen Methoden versucht, Fälle von Datenspionage und der Weitergabe von Firmeninterna aufzuklären. Dazu setzte es auch Detektive ein, die falsche Identitäten vortäuschten, um an Telefondaten von Mitarbeitern und Journalisten zu gelangen. Die Vorgänge beschäftigen auch die Justiz und die US-Börsenaufsicht. (apa)

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