China-Pläne verzögern sich

5. Oktober 2006, 17:34
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Studie über Endmontage in China wird erarbeitet - Airbus will eigene Interessen und Technologieschutz wahren

Hamburg - Die für Ende September angekündigte Entscheidung von Airbus über die Machbarkeit einer Flugzeug-Endmontage in China verzögert sich. Wie ein Airbus-Sprecher der "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe) sagte, arbeitet der Flugzeughersteller mit seinen chinesischen Partnern an der Studie für eine Endmontage in China. "Es sind bereits große Fortschritte erzielt, aber entscheidungsreif ist die Sache noch nicht", sagte der Sprecher der FTD. Er wollte keinen neuen Zeitrahmen nennen.

Bei den komplexen Verhandlungen will Airbus auf alle Fälle sicherstellen, dass die eigenen Interessen und der Technologieschutz gewahrt bleiben. Der EADS-Co-Vorsitzende Thomas Enders hatte angekündigt, dass Airbus und seine Muttergesellschaft EADS die Mehrheit an dem Gemeinschaftsunternehmen halten will.

Ab 2011 monatlich vier Flugzeuge

Airbus hatte die Pläne für eine China-Endmontage Ende 2005 im Zusammenhang mit einer 10-Milliarden-Dollar-Bestellung für 150 Flugzeuge aus der A320-Familie bekannt gegeben. Die bisherige Planung sehe vor, dass 2008 die Produktion beginnen sollte. Bis 2011 soll dann die Fertigung auf monatlich vier Flugzeuge der A320-Familie steigen, hieß es.

Airbus-Kenner verwiesen laut FTD darauf, dass angesichts des Managementwechsels bei EADS und Airbus sowie der großen Probleme mit dem Airbus A380 das China-Thema etwas in den Hintergrund gerückt sei. China soll auch am Bau des neuen Langstreckenflugzeugs A350 beteiligt werden. (APA/dpa)

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