#9: Heimkehr der Jäger

    28. September 2006, 17:35
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    „Die Sensibilität für Details zerfällt in der Supermarktwelt. Es geht um einen Mann, der verschwindet.“ (Michael Kreihsl)

    Michael Kreihsl gelingt mit HEIMKEHR DER JÄGER (2000) ein Kunst-Stück, das so bewusst wie spielerisch die österreichische Lage der letzten Jahre zu kommentieren weiß: Ulrich Tukur als Kopist von niederländischen alten Meistern im Kunsthistorischen Museum gestaltet eine Figur wie aus einem Text von Thomas Bernhard, die irrtümlich in den kalten Kosmos von Michael Haneke geraten ist.
    Kreihsls Kunstoriff dabei: Er nimmt seinen verbissenen Helden nie tierisch ernst. Statt dessen zeigt er, wie sich ein Einzelner vor grotesken Leerläufen selbst verzettelt. Insofern ist HEIMKEHR DER JÄGER auch eine grimmig-heitere Abhandlung über argumentative Ladehemmungen der österreichischen Intellektuellen bzw. des heimischen Kinos. (Claus Philipp)

     

    Heimkehr der Jäger, Ö 2000
    REGIE: Michael Kreihsl
    DREHBUCH: Michael Kreihsl/Barbara Zuber
    PRODUZENT: Veit Heiduschka
    KAMERA: Oliver Bokelberg bvk
    SCHNITT: Clemens Böhm
    KOSTÜM: Martina List
    TON: Bernhard J. Schmid
    MUSIK: Soundtrack erschienen bei Extraplatte
    MIT: Ulrich Tukur, Julia Filimonow, Nikolaus Paryla, Johannes Silberschneider, Sophia Gorgi, Justus Neumann, Claudia Martini, Toni Böhm uvm.

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