Exporte nach Russland im ersten Halbjahr um 31 Prozent gestiegen

5. Oktober 2006, 18:40
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Wirtschaftskammer-Präsident Leitl mit 30-köpfiger Wirtschaftsdelegation in St. Petersburg

Wien - "Seit 2000 wachsen die österreichischen Exporte nach Russland um durchschnittlich 25 Prozent jährlich, heuer im ersten Halbjahr nahmen sie erneut um 31 Prozent auf fast eine Milliarde Euro zu", berichtete Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl am Dienstag vor seiner Abreise nach St. Petersburg an der Spitze einer 30-köpfigen Wirtschaftsdelegation.

Mit einem Außenhandelsvolumen (Exporte und Importe gesamt) von fast vier Milliarden Euro habe sich Russland 2005 erstmals unter die Top 10 der wichtigsten Handelspartner Österreichs gereiht, teilte die Wirtschaftskammer heute mit. 1992 lag der bilaterale Außenhandel noch bei einer Milliarde Euro.

Auslandsbüro in St. Petersburg

Ein erheblicher Teil des österreichischen Außenhandels mit Russland wird mit der Nordwest-Region rund um St. Petersburg abgewickelt. Die Wirtschaftskammer hat deshalb im April letzten Jahres ein eigenes Auslandsbüro in St. Petersburg eingerichtet. Leitl weist in der Aussendung darauf hin, dass viele der österreichischen Investitionen in Russland (2005: insgesamt 1,5 Mrd. Euro) in der Nordwest-Region getätigt wurden. "Vor allem zahlreiche Auslandstöchter im Bereich der österreichischen Holz- und Zellstoffverarbeitung sind hier angesiedelt, genauso wie österreichische Banken und Immobilienfirmen. Dementsprechend soll auch die Flugverbindung zwischen Wien und St. Petersburg weiter ausgebaut werden", macht sich Leitl für eine tägliche Flugverbindung der AUA stark.

Insgesamt haben laut WKÖ-Außenhandelsstelle in Moskau derzeit mehr als 500 österreichische Firmen in Russland eigene Niederlassungen oder Beteiligungen. Die österreichischen Exporte bestehen zu etwa 40 Prozent aus Maschinen, Verkehrsmitteln und Anlagen, rund 20 Prozent sind Pharmazeutika und chemische Produkte und jeweils 15 Prozent machen Papier/Pappe sowie Fertigwaren aus.

Die Einfuhren aus Russland sind sehr rohstofflastig. Etwa 85 Prozent entfallen auf Erdgas und Erdöl. Preisbedingt legten die Importe aus Russland im ersten Halbjahr 2006 um 25 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zu. (APA)

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