Country vom Fließband: Van Morrison

30. August 2006, 19:56
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Der Sänger und leider auch Saxofonist kämpft am Mittwochabend im Gasometer in Wien wieder einmal gegen die Uhr

Eine Arbeitsmoral hat er wie ein Fließbandarbeiter. Das führt dazu, dass er auf der Bühne meist eine rot leuchtende Digitaluhr stehen hat, auf der die zu überbrückende Konzertdauer runtergezählt wird: "Verdammt, noch 57 Minuten, elf Sekunden".

Er ist Van Morrison. Das erklärt einiges. Immerhin gilt der 1945 in Belfast geborene Sänger und leider auch Saxofonist als mürrischer Exzentriker, dessen Entscheidungen auch seine nächste Umgebung immer wieder überraschen.

Die aktuelle Tour könnte seine Laune zusätzlich negativ beeinflussen. Schließlich interpretiert er auf seiner aktuellen CD "Pay The Devil" Countrysongs. Diese dauern eher kurz, was die Mühsal der Arbeit also multipliziert. Da droht die Verlockung, sich mittels Blasinstrument ein wenig zu verlaufen.

Aber: Es kann natürlich auch ganz anders kommen und Van könnte am Mittwoch im Gasometer in 1-A-Spiellaune sein. Das klärt sich leider immer erst vor Ort. (flu / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 30.8.2006)

30. 8. 19.30
Gasometer, 11., Guglgasse 1.
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