Peru: Bauern blockieren Goldminenprojekt

8. September 2006, 16:38
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"Unsere Lagunen und Quellen werden durch dieses Projekt zerstört" - Konzern entlässt mehr als 1.000 Arbeiter

Lima - Militante Proteste von Bauern blockieren im Norden Perus das Goldminenprojekt eines US-Konzerns. Verhandlungen mit Bauernvertretern der Ortschaft Combayo wurden am Freitag ergebnislos abgebrochen. Das Bergbauunternehmen Yanacocha, das mehrheitlich dem Konzern Newmont Mining in Denver gehört, entließ daraufhin mehr als 1.000 Bauarbeiter.

Die Arbeiten zur Errichtung der Mine Carachugo könnten erst dann wieder aufgenommen werden, wenn die Straßenblockaden der Anwohner aufgehoben seien und ein ungehinderter Betrieb gewährleistet werde, erklärte Newman-Vizepräsident Randy Engel. Die Anlage sollte nach den ursprünglichen Planungen Ende dieses Jahres die Goldförderung aufnehmen. Die Bauern befürchten jedoch, dass der Betrieb der Mine das Wasser in der Region verschmutzen wird. "Unsere Lagunen und Quellen werden durch dieses Projekt zerstört", sagte der Bürgermeister von Combayo, Luciano Llanos. Bei Zusammenstößen in Combayo wurde Anfang August ein Demonstrant erschossen.

Auf einer Hochebene in der Nähe von Cajamarca, 560 Kilometer nördlich von Lima, fördert Yanacocha seit 1993 Gold im Tagebau. Das Projekt Carachugo soll die Goldförderung des Unternehmens ausweiten, nachdem 2004 die Erschließung einer anderen Fundstätte an Bauernprotesten gescheitert war. Um das Gold aus dem Erz zu lösen, werden große Mengen Wasser und Zyanid eingesetzt. (APA/AP)

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