Sickl schwimmt, Zierler übersiedelt

20. Juni 2000, 15:39

FPÖ-Promis haben Akzeptanzprobleme

Wien/Graz - FPÖ-Minister Michael Schmid - und wohl einem großen Teil seiner Landespartei - wäre es sicher so lieber gewesen: Generalsekretärin Theresia Zierler bleibt in Wien und Schmid übersiedelt zurück nach Graz. Die Parteispitze und das "einfache Parteimitglied" Jörg Haider aber wollten es dem Vernehmen nach anders. Michael Schmid muss bis auf weiteres im Ministerium bleiben, die Weststeirerin Theresia Zierler wird als Spitzenkandidatin der FPÖ in die Landtagswahl ziehen. In steirischen FP-Kreisen hat man kaum Zweifel, dass Zierler bei geheimer Wahl nicht durchgekommen wäre. Zierler will während des Steiermark-Wahlkampfes das FP-Generalsekretariat über Handy und Laptop führen.

Auch andere FPÖ-Prominente kämpfen mit Problemen. Sozialministerin Elisabeth Sickl gilt nach wie vor als Ablösekandidatin im Falle einer Regierungsumbildung. Sie verschleißt nicht nur mehr Personal als alle anderen Regierungskollegen, sondern scheint auch zu ihrem Staatssekretär für Gesundheit - Reinhart Waneck - ein nicht unbelastetes Verhältnis zu haben. Doch die personellen Ressourcen für Alternativkandidaten sind in der FPÖ nicht gerade reichlich gefüllt. Auch Verteidigungsminister Herbert Scheibner verliert in seinem Ressort an Unterstützung, seit er dem Sparbudget zugestimmt hat: Nagelprobe für ihn wird sein, ob er die Beschaffung von Transporthubschraubern im Sommer schafft - Geld dafür gibt ihm sein Parteifreund Karl-Heinz Grasser ohenhin erst 2001. (red)

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