Dritter toter UNO-Soldat untersucht

31. Juli 2006, 16:50
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Wahrscheinlich vermisster Österreicher - Viertes Opfer des israelischen Bombardements noch nicht gefunden

Helsinki - Bei der Leiche des bisher noch nicht identifizierten UNO-Beobachters vom zerstörten Stützpunkt Khiyam (Khiam) im Südlibanon dürfte es sich nach Einschätzung zweier finnischer Armee-Ärzte nicht um den als vermisst geltenden Finnen Jarno Mäkinen handeln. Laut einer Meldung der finnischen Nachrichtenagentur STT vom Montag trafen die beiden Mediziner ihre Einschätzung auf Grund einer "äußeren Begutachtung" der Leiche.

Dies könnte bedeuten, dass es sich bei dem dritten der vier bei einem israelischen Luftangriff getöteten UNO-Soldaten um die sterblichen Überreste des 44-jährigen österreicherischen Majors Hans-Peter Lang handelt, da der kanadische Blauhelm Paeta Hess-Von Kruedener sowie der Chinese Du Zhaoyu bereits eindeutig identifiziert wurden. Das Verteidigungsministerium in Wien konnte diese Informationen zunächst weder bestätigen noch dementieren.

Die finnischen Militärärzte sind laut STT Teil eines internationalen Ärzteteams, das die Leichen der getöteten Soldaten inspiziert hat. Noch am Montag sollte außerdem die Suche nach der Leiche des vierten UNO-Soldaten fortgesetzt werden.

DNA-Analyse soll Klarheit bringen

In einer Presseaussendung erklärte das Bundesministerium für Landesverteidigung am Montagnachmittag, man könne weder dementieren noch bestätigen, dass es sich bei dem getöteten UNO-Soldaten um den vermissten österreichischen Offizier handeln könnte. "Bei der laufenden Untersuchung wird auch die DNA verglichen, ein endgültiges Resultat wird gegen Ende der Woche erwartet", war in der Presseaussendung zu lesen. (APA)

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